Jorge Martin (Ducati): Der Sieg-Plan endete im Kies

Von Johannes Orasche
Pole-Mann Jorge Martin musste nach einem furiosen Start beim MotoGP-Rennen von Sepang ohne zählbares Ergebnis abreisen. Trotzdem gab er sich selbstbewusst.

Pramac-Ducati-Fahrer Jorge Martin führte das vorletzte MotoGP-Rennen der Saison in Sepang von der Pole kommend an, ehe er noch in der frühen Phase ausrutschte und die Führung somit an WM-Leader und Markenkollegen Francesco «Pecco» Bagnaia abtrat.

«Es ist schade, ich war an der Stelle um 1 km/h schneller als in der Runde davor», gab Martin enttäuscht zu Protokoll. «Bei diesen Verhältnissen kann man mit einem kleinen Fehler schon am Boden liegen. Ich habe versucht, sehr sanft zu fahren und die Pace zu halten. Ich habe auch versucht, den Reifen zu schonen und auch körperlich Kraft zu sparen.»

«Es ist leider passiert. Es ist für mich eine Erfahrung für die Zukunft», hielt der «Martinator» fest. «Ich war der stärkste Fahrer an diesem Wochenende. Ich nehme diese positiven Eindrücke für die Zukunft mit. Wir freuen uns auf das Ende der Saison und wollen uns dann auf 2023 fokussieren. Ich spüre, dass ich mit den Top-Jungs kämpfen kann, ich fühle mich als einer der Top-Fahrer und das ist gut.»

Der Spanier wirkt wie immer extrem selbstsicher: «Ich nehme jetzt die Erfahrung mit und will mich verbessern, denn sonst stürze ich wieder. Ich glaube, dass ich sehr schnell sein und auch um die Weltmeisterschaft fighten kann.»

Martin spürte in der frühen Phase der Hitzeschlacht: «Sie waren zunächst 0,8 Sekunden hinter mir. Dann habe ich gesehen, dass es 1,2 Sekunden waren. Ich habe in diesem Moment gedacht, vielleicht komme ich weg. Ich habe dann auch das Mapping geändert, es war Zeit, mehr Druck zu machen. Diese zwei Runden waren entscheidend für den Sieg. Ich hätte um das Podium fahren können, aber das hat keinen Sinn gemacht – ich wollte gewinnen. Ich kann mir nichts vorwerfen und entspannt sein. Ich habe riskiert, damit ich mir das nicht zum Vorwurf machen kann und ruhig bleiben kann.»

Zu den Verhältnissen auf der Piste sagte der Madrilene: «Der Grip war recht gut, ich bin taktisch gefahren. Es kann leider passieren, wenn man wegfahren will, dann riskiert man mehr als der Rest. Aber ich bin happy mit dem Wochenende hier. Ich war schon die vergangenen vier Rennwochenenden super stark. Das Bike funktioniert gut und ich bin in guter Form. Wir haben jetzt noch Valencia, eine meiner Lieblingspisten.»

MotoGP-Ergebnis, Sepang (23.10.):

1. Bagnaia, Ducati, 20 Rdn in 40:14,332 min
2. Bastianini, Ducati, + 0,270 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 2,773
4. Bezzecchi, Ducati, + 5,446
5. Rins, Suzuki, + 11,923
6. Miller, Ducati, + 13,472
7. Marc Márquez, Honda, + 14,304
8. Brad Binder, KTM, + 16,805
9. Zarco, Ducati, + 18,358
10. Aleix Espargaró, Aprilia, + 21,591
11. Morbidelli*, Yamaha, + 23,235
12. Crutchlow, Yamaha, + 24,641
13. Oliveira, KTM, + 24,918
14. Pol Espargaró, Honda, + 25,586
15. Fernández, KTM, + 27,039
16. Viñales, Aprilia, + 30,427
17. Alex Márquez, Honda, + 33,322
18. Gardner, KTM, + 33,691
19. Mir, Suzuki, + 41,838
– Darryn Binder, Yamaha, 10 Runden zurück
– Di Giannantonio, Ducati, 10 Runden zurück
– Martin, Ducati, 14 Runden zurück
– Nagashima, Honda, 16 Runden zurück
– Marini, Ducati, 19 Runden zurück

*= 3-Sekunden-Strafe («unverantwortliche Fahrweise»)

MotoGP-WM-Stand (nach 19 von 20 Rennen):

1. Bagnaia 258 Punkte. 2. Quartararo 235. 3. Aleix Espargaró 212. 4. Bastianini 211. 5. Miller 189. 6. Brad Binder 168. 7. Zarco 166. 8. Rins 148. 9. Oliveira 138. 10. Martin 136. 11. Viñales 122. 12. Marc Márquez 113. 13. Marini 111. 14. Bezzecchi 106. 15. Mir 77. 16. Pol Espargaró 56. 17. Alex Márquez 50. 18. Nakagami 46. 19. Morbidelli 36. 20. Di Giannantonio 23. 21. Dovizioso 15. 22. Darryn Binder 12. 23. Gardner 10. 24. Crutchlow 10. 25. Raúl Fernández 10. 26. Bradl 2.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 432 Punkte (Titelgewinner). 2. Aprilia 248. 3. Yamaha 243. 4. KTM 220. 5. Suzuki 174. 6. Honda 153.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team 447 Punkte (Titelgewinner). 2. Aprilia Racing 334. 3. Red Bull KTM Factory 306. 4. Prima Pramac Racing 302. 5. Monster Energy Yamaha 271. 6. Gresini Racing 234. 7. Suzuki Ecstar 225. 8. Mooney VR46 Racing 217. 9. Repsol Honda 171. 10. LCR Honda 96. 11. WithU Yamaha RNF 37. 12. Tech3 KTM Factory 20.

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