Als ehemalige Repsol-Honda-Teamkollegen von Marc Márquez trauen Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa dem achtfachen Weltmeister noch einiges zu. Die unmittelbare MotoGP-Zukunft sei aber Ducati-Rot.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Jorge Lorenzo, vor seinem Honda-Fiasko von 2017 bis 2018 zwei Jahre Ducati-Werksfahrer unter Mastermind Gigi Dall’Igna, wagte auf DAZN einen Ausblick: "Ich sehe die Zukunft in den kommenden Jahren ziemlich rot, insbesondere mit Dall'Igna. Wenn er mit Ducati weitermacht, denke ich, dass sie für die nächsten vier oder fünf Jahre das beste Motorrad haben werden. Gigi ist den anderen zwei Schritte voraus, wenn es um Innovation und Technologie geht. In der Box wird wie in einem Formel-1-Team gearbeitet."
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Dani Pedrosa, bei Repsol Honda von 2013 bis 2018 Teamkollege von Marc Márquez, gab in der vierten Episode der DAZN-Doku "Cuatro Tiempos" allerdings auch zu bedenken: "Wenn Marc körperlich fit ist und ein gewisses Maß an Selbstvertrauen oder eine gute Chemie mit dem Motorrad findet, kann er die Pläne von Ducati schnell zunichtemachen. Denn Marc ist ein unberechenbarer Typ. Er kann manchmal Dinge tun, die man nicht erwartet hätte", mahnte der KTM-Testfahrer. Lorenzo erinnerte an die Dominanz seines damaligen Teamkollegen in der Saison 2019, als Marc in 19 Rennen 18 Top-2-Ergebnisse einfuhr. "Dann kommt Honda daher und bietet ihm einen Vier-Jahres-Vertrag an. Die Rede ist von wie viel Geld? 20 Millionen pro Jahr? Und er sagt sich: ‚Wenn ich fast jedes Rennen mit diesem Motorrad gewinne und dazu noch einen Vertrag über vier Jahre angeboten bekomme, und die doppelte oder dreifache Gage der anderen, dann unterschreibe ich natürlich.‘"
2020 verletzte sich der achtfache Weltmeister dann allerdings beim verspäteten Saisonauftakt in Jerez schwer am rechten Oberarm. Es folgte eine zweijährige Verletzungsmisere, die Titel gingen an die Fahrer aus der neuen Generation: Joan Mir (25), Fabio Quartararo (23) und zuletzt Pecco Bagnaia (25). Marc Márquez wird im Februar 30 Jahre alt.
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Dazu kommen die verschobenen Kräfteverhältnisse: Die aktuelle RC213V stellt die Honda-Piloten vor eine Herausforderung, während die Desmosedici GP zur Referenz in der "premier class" wurde.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Lorenzo glaubt zu wissen: "Marc will in der WM noch mehr gewinnen und mit Honda kann er das im Moment nicht. Er wird an den Punkt kommen, an dem er entscheiden muss, ob er eine Weltmeisterschaft gewinnen oder Geld verdienen will, auch wenn ich nicht glaube, dass ihm Honda nochmal denselben Vertrag anbieten wird."
Zur Erinnerung: Der aktuelle HRC-Vertrag von Marc Márquez läuft Ende 2024 aus. MotoGP-WM-Endstand 2022 (nach 20 Rennen):
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