Jack Miller (KTM/4.): «Es ist ein Full Contact-Sport»
Red Bull-KTM-Neuzugang Jack Miller ließ alle Aprilia-Asse und Fabio Quartararo auf der Yamaha hinter sich und zeigte sich nach Platz 4 in Portimão von der RC16 begeistert.
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Der Australier Jack Miller ließ sich bei seinem Renndebüt auf der Red Bull KTM durch die Ducati-Übermacht nicht beeindrucken. Er mischte im 12-Runden-Sprint um 15 Uhr Ortszeit wacker an der Spitze mit und ging bei Halbzeit sogar vor Jorge Martin und Pecco Bagnaia in Führung. Im packenden Fight um den dritten Platz zog der Haudegen gegen Marc Márquez allerdings den Kürzeren.
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Miller in den letzten zwei Jahren in der Fahrer-WM auf den Rängen 4 und 5 gelandet, zeigte sich begeistert von dem neuen Format am Samstag. "Zuerst sagte er aber zu den Journalisten: "Bitte stellt eine lange Frage. Ich muss mich zuerst niedersetzen und etwas Luft holen."
"Ich habe viel Freude gehabt bei diesem Wettkampf. Die MotoGP ist jetzt zu einem Full Contact-Sport geworden", stellte er begeistert fest. "Ich habe zwar nicht genau gewusst, was ich von diesem Sprint Race erwarten soll, wegen der gekürzten Distanz und weil im Grunde alle mit den Soft-Reifen unterwegs waren. Niemand wusste, mit. welchen Plan man losfahren sollte und ob man die Reifen schonen müsse. Meine Strategie war einfach: Ich wollte ‘flat out’ fahren und abwarten, was sich daraus ergibt."
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"Ich habe nicht den besten Start erwischt. Mit all den anderen Bike rundherum konnte ich dem Lärm meines Motors am Start nicht ordentlich hören. Ich habe deshalb die Kupplung ein bisschen zu schnell losgelassen, dadurch habe ich die Drehzahl gekillt und bin von einigen Kollegen geschluckt worden. Aber ich habe mich durchgekämpft. Das hat viel Spaß gemacht. Seit dem letzten Testtag hier habe ich sehr viel Vertrauen zu diesem Motorrad. Und am Freitag und Samstag ist es uns hier noch gelungen, noch mehr Vertrauen zur Front zu finden, obwohl ich das Bike im Q2 weggeschmissen habe."
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"Diese Crash war meine eigene Schuld", setzte Jack fort. "Ich hatte ein Problem mit den Fußrasten sind. Sie haben sehr viel Grip, ich kann meine Füße deshalb nicht auf den Rasten rumrutschen lassen. Doch ich hatte eine gute Position im Rennen, als ich hinter Pecco gefahren bin. Ich dachte: ‘Jetzt habe ich einen guten Vordermann.’ Aber als ich aus Kurve 2 rauskam und die Position meines Fußes ändern wollte, um die Hinterradbremse zu betätigen, habe ich den Fuß zu weit nach vorne positioniert. Mein Fuß war also blockiert, ich habe das Bike umgelegt, bis es mir sagte: ‘Mehr geht nicht.’ Aber ich hatte sehr viel Vertrauen zum Vorderreifen, deshalb konnte ich so viele Überholmanöver durchführen. Das war einmalig! Das Motorrad hatte mit der Soft-Soft-Kombination guten Grip. Bisher konnte KTM den Soft-Reifen nie richtig nutzen, aber wir haben den Soft am neuen Bike mit dem neuen Big-Bang-Motor, der eine bessere Fahrbarkeit hat, für die zwölf Runden verwenden können. Ich konnte wirklich einen anständigen Kurvenspeed fahren. Erst ganz am Ende hat der Soft etwas nachgelassen."
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