Marco Bezzecchi (2.): «Könnte nicht glücklicher sein»
Marco Bezzecchi aus Rossis Mooney VR46 Racing Team vollendete das bis dahin perfekte Assen-Wochenende am Sonntag zwar nicht mit dem GP-Sieg, war aber auch mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Marco Bezzecchi dominierte in Assen den Freitag und den Samstag und musste sich am Sonntag – wie von ihm selbst vorhergesagt – nur seinem Kumpel Francesco "Pecco" Bagnaia geschlagen geben. Auch mit dem zweiten Platz im 26-Runden-Rennen konnte "Bez" aber gut leben.
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"Ich bin sehr glücklich mit diesem Wochenende, wir haben sehr gut gearbeitet und ich glaube, dass wir diese Ergebnisse verdient haben. Ich habe wirklich alles gegeben, aber auch mit dem Team haben wir so gut wie möglich gearbeitet", bekräftigte der Ducati-GP22-Pilot aus dem Mooney VR46 Racing Team. "Jede Session anzuführen und Pole-Position, Sprint-Sieg und ein Podium zu holen – ich könnte nicht glücklicher sein, das ist für uns ein fantastisches Ergebnis."
"Pecco war auf dem Medium-Reifen ein bisschen stärker als ich, das wusste ich gestern schon", ging der 24-jähirge Italiener näher auf das Renngeschehen ein. "Ich hätte mit dem Soft-Hinterreifen fahren können, aber das Risiko war zu groß. Ich wollte nicht alles in die Tonne kloppen, weil wir ein wirklich gutes Wochenende hatten. Ich habe also auch den Medium-Reifen genommen, auch wenn ich wusste, dass ich damit vielleicht etwas mehr leiden würde", erklärte Bezzecchi seine Reifenwahl.
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Brad Binder nahm im Gegensatz zu den Ducati-Piloten übrigens den weichen Hinterreifen und behauptete sich damit bis in die 17. Runde gegen Bezzecchi. "Das Problem war, dass ich große Probleme mit der Temperatur und dem Luftdruck im Vorderreifen bekommen habe", erzählte Marco. "Ich bin einige Runden hinter Pecco und Brad gefahren, habe dann ein paar Meter verloren und wieder aufgeholt – und dann wieder verloren, weil ich einige Fehler gemacht habe und mir die Front eingeklappt ist… Es war schwierig, ich habe das Manöver [gegen Brad] dann aber sehr gut vorbereitet und konnte ihn schließlich überholen."
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Als ich vor Brad war, habe ich dann auch noch ein Problem mit dem Motorrad bekommen. Da habe ich mir schon gedacht: ‚Nein, das auch noch!‘ Ich hatte mit so starken Vibrationen am Hinterrad zu kämpfen, das war sehr merkwürdig", schilderte Bez. "Ich habe versucht, es mit dem Mappings unter Kontrolle zu bekommen, ich habe jeden Knopf gedrückt, den ich gefunden habe, aber es wurde nicht besser. Zum Glück habe ich es durchgestanden, weil ich schon befürchtete hatte, den Podestplatz zu verlieren. Nach der ganzen Geschichte bin ich sehr glücklich", grinste der zweifache Saisonsieger, der mit seiner starken Vorstellung bei der Dutch TT in der WM-Tabelle wieder bis auf einen Punkt an Sachsenring-Dominator Jorge Martin herangerückt ist.
"Ich bin sehr zufrieden", lautete die Bilanz des VR46-Schützlings. "Mit einem guten Ergebnis vor der Sommerpause kannst du ein bisschen entspannen. Ich will jetzt nach Hause und ein bisschen ausspannen, dann aber auch gleich weiterarbeiten, weil wir den nächsten Schritt schaffen müssen – das ist immer so. Ich bin sehr motiviert und ich genieße es mit dem Bike, den Jungs und allen im Team sehr. Ich kann es schon jetzt kaum erwartet, wieder auf das Motorrad zu steigen", schob Bezzecchi mit einem Lächeln nach. Dafür müssen sich die MotoGP-Asse nun allerdings fünfeinhalb Wochen gedulden, ehe die Weltmeisterschaft in Silverstone am 4. August mit den ersten Freitags-Trainings fortgesetzt wird.
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