Marco Bezzecchi (Sturz): «Es war eher mein Fehler»

Von Nora Lantschner
Runde 6, Kurve 15: Hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Pecco Bagnaia landet Marco Bezzecchi im Kiesbett

Runde 6, Kurve 15: Hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Pecco Bagnaia landet Marco Bezzecchi im Kiesbett

Marco Bezzecchis Britischer Grand Prix in Silverstone endete im Sonntag-Rennen frühzeitig mit einem harten Abflug. «Das sollte nicht passieren, aber es passiert eben manchmal», meinte der VR46-Ducati-Pilot dazu.

Auf die Pole-Position und Platz 2 am Samstag folgte für Marco Bezzecchi am Sonntag ein schmerzhafter Rückschlag: Der Mooney-VR46-Schützling flog bereits in der sechsten Runde in Kurve 15 ab, als er direkt hinter Pecco Bagnaia auf Platz 2 lag und im Windschatten offenbar nicht genug verzögern konnte.

«Es ist alles okay, zum Glück», gab «Bez» nach seinem dritten harten Crash des Wochenendes Entwarnung. Zur Ursache erklärte er: «Ich bin schon ein bisschen aus dem Windschatten ausgeschert, um zu bremsen. Als ich dann aber gebremst habe, hat das Vorderrad blockiert. Ich musste die Bremse also wieder ein wenig lösen und bin dadurch wieder in den Windschatten geraten. Und als ich erst einmal im Windschatten war, konnte ich nicht mehr verlangsamen. Als ich die Bremse wieder betätigt habe, hatte ich wieder einen ‚front lock‘ und das Vorderrad ist eingeklappt.»

«Vielleicht hätte ich ein bisschen mehr aus dem Windschatten ausscheren müssen, aber ich hatte nicht erwartet, dass das Vorderrad zu Beginn so blockieren würde. Wir müssen versuchen zu verstehen, warum es so war», schob der 24-jährige Italiener nach.

Dass es am Reifendruck lag, glaubt Bez nicht. «Vielleicht hat es nicht geholfen, mit dem weichen Vorderreifen schon ein paar Runden lang hinter jemanden herzufahren. Den Luftdruck haben wir, ehrlich gesagt, noch nicht genau angeschaut. So ein Sturz passiert aber eben manchmal – sollte es nicht, aber es passiert. Ich glaube aber, dass es eher mein Fehler war, dass ich nicht genug aus dem Windschatten gefahren bin.»

Die Entscheidung für den weichen Vorderreifen fällten Bezzecchi und seine Mooney-VR46-Mannschaft erst in der Startaufstellung. War die Wahl rückblickend ein Fehler? «Anfangs wollte ich den Medium-Vorderreifen nehmen, aber es haben dann alle den Soft genommen und ich wollte das Risiko nicht eingehen. Denn es hätte gut gehen, aber eben auch Scheiße laufen können», gab Marco in seiner gewohnt direkten Art zu Protokoll. «Ich würde auch sagen, dass es richtig war, mit dem weichen Vorderreifen zu starten. Es hat dann ja auch angefangen zu regnen, es war ein etwas spezielles Rennen.»

«Ob ich im Nachhinein eine andere Reifenwahl getroffen hätte? Ich weiß es nicht, leider bin ich gestürzt, deshalb kann ich diese Frage nicht beantworten. Bis zu dem Moment war mein Gefühl aber gut», unterstrich Bezzecchi, der in der WM-Tabelle wieder hinter Jorge Martin auf Rang 3 zurückgefallen ist. Marcos Rückstand auf seinen VR46-Kumpel Pecco Bagnaia beträgt nun 47 Punkte.

MotoGP-Ergebnisse, Silverstone (6. August):

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 20 Runden in 40:40,367 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,215 sec
3. Binder, KTM, + 0,680
4. Oliveira, Aprilia, + 0,750
5. Viñales, Aprilia, + 2,101
6. Martin, Ducati, + 7,903
7. Marini, Ducati, + 9,099
8. Miller, KTM, + 9,298
9. Zarco, Ducati, + 9,958
10. Raúl Fernández, Aprilia, + 19,947
11. Augusto Fernández, KTM, + 20,296
12. Pol Espargaró, KTM, + 1:06,120 min
13. Di Giannantonio, Ducati, + 1:27,605
14. Morbidelli, Yamaha, + 1:28,913
15. Quartararo, Yamaha, + 1:29,075
16. Nakagami, Honda, + 1:38,573
17. Lecuona, Honda, + 1:49,674
– Bastianini, Ducati, 4 Runden zurück
– Marc Márquez, Honda, 6 Runden zurück
– Bezzecchi, Ducati, 15 Runden zurück
– Alex Márquez, Ducati, 15 Runden zurück
– Mir, Honda, 18 Runden zurück

MotoGP-Ergebnisse Sprint, Silverstone (5. August):

1. Alex Márquez, Ducati, 10 Runden in 21:52,317 min
2. Bezzecchi, Ducati, + 0,366 sec
3. Viñales, Aprilia, + 3,374
4. Zarco, Ducati, + 5,671
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 6,068
6. Martin, Ducati, + 7,294
7. Miller, KTM, + 9,415
8. Augusto Fernández, KTM, + 9,850
9. Binder, KTM, + 10,435
10. Oliveira, Aprilia, + 11,247
11. Marini, Ducati, + 17,365
12. Di Giannantonio, Ducati, + 20,063
13. Bastianini, Ducati, + 24,352
14. Bagnaia, Ducati, + 25,527
15. Morbidelli, Yamaha, + 27,191
16. Pol Espargaró, KTM, + 27,693
17. Mir, Honda, + 29,062
18. Marc Márquez, Honda, + 29,326
19. Raúl Fernández, Aprilia, + 29,627
20. Nakagami, Honda, + 29,909
21. Quartararo, Yamaha, + 30,326
22. Lecuona, Honda, + 47,674

WM-Stand nach 18 von 40 Rennen:

1. Bagnaia, 214 Punkte. 2. Martin 173. 3. Bezzecchi 167. 4. Binder 131. 5. Zarco 122. 6. Aleix Espargaró 107. 7. Marini 107. 8. Miller 90. 9. Alex Márquez 75. 10. Viñales 75. 11. Quartararo 65. 12. Morbidelli 59. 13. Augusto Fernández 49. 14. Rins 47. 15. Oliveira 40. 16. Di Giannantonio 37. 17. Nakagami 34. 18. 18. Bastianini 18. 19. Marc Márquez 15. 20. Raúl Fernández 14. 21. Pedrosa 13. 22. Savadori 9. 23. Folger 9. 24. Pirro 5. 25. Mir 5. 26. Petrucci 5. 26. Bradl 5. 27. Pol Espargaró 4.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 317 Punkte. 2. KTM 172. 3. Aprilia 153. 4. Honda 89. 5. Yamaha 84.

Team-WM:
1. Prima Pramac Racing, 295 Punkte. 2. Mooney VR46 Racing 274. 3. Ducati Lenovo Team 242. 4. Red Bull KTM Factory Racing 221. 5. Aprilia Racing 181. 6. Monster Energy Yamaha 124. 7. Gresini Racing 112. 8. LCR Honda 84. 9. GASGAS Factory Racing Tech3, 62. 10. CryptoDATA RNF 58. 11. Repsol Honda 20.

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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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