Espargaró (Aprilia/3.): «Mehr Motocross als MotoGP»

Von Philippe Soutter
Trotz Beinahe-Kollision herrschte bei den Aprilia Factory-Piloten Aleix Espargaró und Maverick Viñales nach dem ersten Trainingstag in Indien ausgesprochen gute Stimmung: Beide sind im Q2 und wittern noch Potenzial.

Die aufgeräumte Stimmung im Lager des Werksteams aus Noale war keineswegs selbstverständlich. Schliesslich waren sich die beiden Stars im zweiten Training nicht ganz einig, als Maverick Viñales (28) seinem Teamkollege Aleix Espargaró (34) eine schnelle Runde vermasselte, als er auf dessen Linie bummelte, nachdem er in Kurve 1 weit gegangen war.

«Wir brauchen härtere Strafen», meinte Espargaró mit einem scherzhaften Augenzwinkern in Richtung seines Teamkollegen. Allerdings würde, so meinen beide Asse ernsthafter, das Thema Strafen angesichts der heiklen Kurve 1 in den Rennen sicher an Aktualität gewinnen. «Es ist unterdessen immer so, dass der Start enorm heikel ist», analysierte Viñales fatalistisch.

«Kurve 1 fährt sich wie auf Eis. Wenn man sich beim Anbremsen auch nur um einen Meter vertut, landet man unweigerlich im Kiesbett. Hier passieren leicht Fehler», sieht Viñales besonders beim Start ein grosses Risiko. «Ich bin am Freitag bestimmt zehnmal ins Kies geraten. Das war eher Motocross als MotoGP», ergänzt Espargaró die Analyse seines Teamkollegen.

Doch beide Aprilia-Piloten sind sich einig: «Die Inder haben einen guten Job gemacht. Das Layout passt und mit einigen kleinen Anpassungen für kommendes Jahr wird das eine sehr gute Piste», zeigt sich Espargaró erfreut über die neue Herausforderung für die MotoGP-Helden.

Espargaró und Viñales sehen das grösste Problem ohnehin bei den klimatischen Bedingungen. «Es ist extrem heiss und die Bikes produzieren zusätzlich eine enorme Abwärme. Das wird schon für den Sprint, aber noch viel mehr für das Rennen eine Herausforderung. Sogar mehr als in Malaysia. Das ist über dem Limit.» Aleix Espargaró dazu trocken: «Wir können uns dann ja auf dem langen Nachtflug zum nächsten Rennen in Japan wieder erholen.»

«Unsere Aprilias laufen sehr gut hier», analysiert Espargaró den ersten Trainingstag. Der dreifache MotoGP-Sieger «hätte erwartet, dass wir hier eine Strecke wie in Katar oder Argentinien vorfinden. Doch das Layout erinnert mich eher an Austin. Ich erwarte, dass wir die Stärken der RS-GP23 vor allem in den Kurven 1 und 3 und in der Schlusskurve wie in Barcelona ausspielen können.»

MotoGP-Ergebnisse Zeittraining, Buddh Circuit (22.9.):

1. Marini, Ducati, 1:44,782 min
2. Martin, Ducati, + 0,008 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,051
4. Marc Márquez, Honda, + 0,335
5. Bezzecchi, Ducati, + 0,420
6. Viñales, Aprilia, + 0,431
7. Bagnaia, Ducati, + 0,498
8. Quartararo, Yamaha, + 0,509
9. Zarco, Ducati, + 0,523
10. Mir, Honda, + 0,550
11. Di Giannantonio, Ducati, + 0,624
12. Binder, KTM, + 0,757
13. Alex Márquez, Ducati, + 0,768
14. Morbidelli, Yamaha, + 0,794
15. Augusto Fernández, KTM, + 0,807
16. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,930
17. Oliveira, Aprilia, + 1,081
18. Miller, KTM, + 1,179
19. Pol Espargaró, KTM, + 1,392
20. Bradl, Honda, + 1,494
21. Nakagami, Honda, + 1,528
22. Pirro, Ducati, + 1,791

MotoGP-Ergebnisse FP1, Buddh Circuit (22.9.):

1. Bezzecchi, Ducati, 1:45,990 min
2. Marc Márquez, Honda, + 0,139 sec
3. Binder, KTM, + 0,320
4. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,381
5. Viñales, Aprilia, + 0,488
6. Zarco, Ducati, + 0,586
7. Marini, Ducati, + 0,619
8. Martin, Ducati, + 0,620
9. Di Giannantonio, Ducati, + 0,788
10. Mir, Honda, + 0,815
11. Augusto Fernández, KTM, + 0,837
12. Nakagami, Honda, + 0,976
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,984
14. Alex Márquez, Ducati, + 1,207
15. Bagnaia, Ducati, + 1,060
16. Miller, KTM, + 1,381
17. Oliveira, Aprilia, + 1,429
18. Pol Espargaró, KTM, + 1,490
19. Quartararo, Yamaha, + 1,524
20. Pirro, Ducati, 2,038
21. Morbidelli, Yamaha, + 2,115
22. Bradl, Honda, + 2,755

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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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