Pecco Bagnaia (2.): «Normal kein Magier im Nassen»

Von Nora Lantschner
Nach dem Motorradwechsel: Pecco Bagnaia #1 muss beim Boxenausgang noch nachjustieren

Nach dem Motorradwechsel: Pecco Bagnaia #1 muss beim Boxenausgang noch nachjustieren

MotoGP-WM-Leader Pecco Bagnaia reist nur noch mit drei Punkten Vorsprung aus Japan ab, dennoch war der Ducati-Werksfahrer mit seinem zweiten Platz in einem wetterbedingt verkürzten Sonntag-Rennen zufrieden.

«Ich bin wirklich glücklich, mehr als nach anderen zweiten Plätzen», unterstrich Francesco «Pecco» Bagnaia am Sonntag im Mobility Resort Motegi, obwohl sein Pramac-Markenkollege und Titelrivale Jorge Martin einen weiteren Sieg fixierte. «Ich weiß sehr genau, wie schwierig es ist, im Nassen um die Spitzenplätze zu kämpfen. Und normalerweise bin ich ja kein Magier im Nassen», räumte der MotoGP-Weltmeister schmunzelnd ein.

«Wir haben mit Jorge gekämpft und die Pace verbessert. Ich habe Zeit gutgemacht, nur ist mir dann zwei oder drei Runden vor dem Abbruch ein Fehler unterlaufen, weshalb mein Rückstand wieder auf 1,6 sec angewachsen ist. Ich habe danach aber wieder aufgeholt, mein Gefühl war sehr gut. Die roten Flaggen sind aber dennoch im richtigen Moment gekommen, weil es anfing, mit dem Aquaplaning und der Gischt ein bisschen zu riskant zu werden», berichtete Bagnaia. «Ich bin glücklich, wir haben jetzt nur noch drei Punkte Vorsprung, aber ich glaube, dass es interessant wird, für den Rest der Saison gegen ihn zu kämpfen», meinte er in Richtung Martin.

Zur Stresssituation mit dem Start auf Slick-Reifen, dem stärker werdenden Regen und seinem Zeitverlust beim «Bike swap» sagte der 26-jährige Italiener: «Das ist absolut stressig, aber ich mag die Flag-to-Flag-Situationen, wenn es dann gut funktioniert. Mein Motorradwechsel hat auch gut geklappt, nur bin ich danach im Pit-Limiter steckengeblieben, weshalb ich drei oder vier Positionen eingebüßt habe. Dennoch habe ich es heute sehr genossen. Es war nicht einfach, weil ständig das Hinterrad weggerutscht ist oder das Vorderrad blockiert hat, wenn man ein bisschen zu sehr gepusht hat. Mein Gefühl war aber so gut. Ich bin glücklich, dass wir auch im Nassen etwas gefunden haben», ergänzte der Ducati-Lenovo-Werksfahrer.

Mit Blick auf die WM-Situation weiß der Titelverteidiger: «Jorge hat sein Momentum, aber ich muss sagen, dass wir an diesem Wochenende unsere Situation verbessert haben. Am Morgen im Warm-up war mein Gefühl besser, obwohl die Verhältnisse mit den nassen Stellen auf der Strecke schwierig waren. Es macht mich glücklich, wieder ein gutes Gefühl auf meinem Motorrad zu haben. Der Rest der Saison wird interessant», kündigte Pecco an.

MotoGP-Ergebnisse GP-Rennen, Motegi (1.10.):

1. Martin, Ducati, 12 Rdn in 24:06,314 min
2. Bagnaia, Ducati, + 1,413 sec
3. Marc Márquez, Honda, + 2,013
4. Bezzecchi, Ducati, + 2,943
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 3,181
6. Miller, KTM, + 6,837
7. Augusto Fernández, KTM, + 7,587
8. Di Giannantonio, Ducati, + 8,602
9. Raúl Fernández, Aprilia, + 11,229
10. Quartararo, Yamaha, + 12,244
11. Nakagami, Honda, + 14,714
12. Mir, Honda, + 14,924
13. Crutchlow, Yamaha, + 16,057
14. Bradl, Honda, + 17,253
15. Pol Espargaró, KTM, + 24,921
16. Pirro, Ducati, + 33,962
17. Morbidelli, Yamaha, + 1:14,934 min
18. Oliveira, Aprilia, 1 Runde zurück
19. Viñales, Aprilia, 1 Runde zurück
– Zarco, Ducati, nach Sturz nicht klassifiziert
– Binder, KTM, 7 Runden zurück

MotoGP-Ergebnisse Sprint, Motegi (30.9.):

1. Martin, Ducati, 12 Rdn in 21:00,734 min
2. Binder, KTM, + 1,390 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 5,276
4. Miller, KTM, + 6,194
5. Zarco, Ducati, + 6,315
6. Bezzecchi, Ducati, + 8,919
7. Marc Márquez, Honda, + 9,298
8. Di Giannantonio, Ducati, + 10,189
9. Viñales, Aprilia, + 12,404
10. Raúl Fernández, Aprilia, + 15,366
11. Pol Espargaró, KTM, + 15,473
12. Augusto Fernández, KTM, + 15,592
13. Mir, Honda, + 17,052
14. Oliveira, Aprilia, + 18,092
15. Quartararo, Yamaha, + 19,333
16. Morbidelli, Yamaha, + 19,645
17. Nakagami, Honda, + 21,862
18. Crutchlow, Yamaha, + 26,026
19. Pirro, Ducati, + 27,911
20. Bradl, Honda, + 28,178
– Aleix Espargaró, Aprilia, 4 Runden zurück

WM-Stand nach 28 von 40 Rennen:

1. Bagnaia, 319 Punkte. 2. Martin 316. 3. Bezzecchi 265. 4. Binder 201. 5. Aleix Espargaró 171. 6. Zarco 162. 6. 7. Viñales 139. 8. Marini 135. 9. Miller 125. 10. Quartararo 111. 11. Alex Márquez 108. 12. Morbidelli 77. 13. Oliveira 69. 14. Augusto Fernández 67. 15. Marc Márquez 64. 16. Di Giannantonio 52. 17. Rins 47. 18. Nakagami 45. 19. Raúl Fernández 36. 20. Pedrosa 32. 21. Bastianini 25. 22. Mir 20. 23. Pol Espargaró 12. 24. Savadori 9. 25. Folger 9. 26. Bradl 8. 27. Pirro 5. 28. Petrucci 5. 29. Crutchlow 3.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 490 Punkte. 2. KTM 272. 3. Aprilia 240. 4. Honda 142. 5. Yamaha 131.

Team-WM:
1. Prima Pramac Racing, 478 Punkte. 2. Mooney VR46 Racing 400. 3. Ducati Lenovo Team 354. 4. Red Bull KTM Factory Racing 326. 5. Aprilia Racing 310. 6. Monster Energy Yamaha 188. 7. Gresini Racing 161. 8. CryptoDATA RNF 109. 9. LCR Honda 98. 10. GASGAS Factory Racing Tech3, 88. 11. Repsol Honda 84.

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