Luca Marini (3.): «Pecco hat mein Rennen ruiniert»
Für VR46-Ducati-Pilot Luca Marini hat in Katar fast alles gestimmt. Obwohl er von der Pole-Position startete, war der erste MotoGP-Sieg aber noch nicht fällig war.
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Nach einer langen Durststrecke landete Luca Marini (26) in Katar endlich wieder einmal auf einem Podium. Der dritte Platz auf dem Lusail International Circuit war damit der erste derartige Erfolg über die volle Distanz, seit er Mitte April auf dem COTA in Austin als Zweiter abgewunken wurde.
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Nach dem Sprint-Crash in Indien, wo er sich das Schlüsselbein gebrochen und seinen Teamkollegen Marco Bezzecchi mit ins Verderben gerissen hatte, zeigte sich der Mooney-VR46-Pilot nun das ganze Katar-Weekend in Topform. "Das stimmt. Ich bin sehr zufrieden. Ein Podium im Sprint, die Pole-Position mit einem neuen Rundenrekord und jetzt der dritte Rang im Rennen. Das war ein gutes Weekend." Doch bekanntlich kämpft der mütterliche Halbbruder von Valentino Rossi immer noch um seinen ersten Sieg in der MotoGP. Seine sechs Grand-Prix-Siege hat der Moto2-Vizeweltmeister von 2020 allesamt in dieser Klasse errungen.
"Ich weiss. Dieser Sieg fehlt mir. Doch bei diesem Rennen habe ich das Maximum erreicht. Ein Sieg war nicht möglich. Das habe ich schon gemerkt, als mich Pecco Bagnaia in der ersten Kurve, obwohl ich aus der Pole gut gestartet war, überholt hatte. In diesem Sinn hat er mir das Rennen bereits ruiniert" lautete Marinis erste, nicht ganz ernst gemeinte Analyse nach dem Rennen. "Er ist fast unmöglich ihn zu überholen. Die aktuelle Werks-Ducati ist beim Start enorm gut und Pecco ist damit auf der Geraden schnell und bremst derart spät, ich wusste sogleich, dass ich da heute nicht mithalten konnte."
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Dann sei "Maro" in die Zweikämpfe mit den Verfolgern Alex Márquez und Brad Binder verwickelt worden und damit sei seine Strategie hinfällig geworden. "Eigentlich wollte ich von der Spitze aus sofort pushen und den weichen Vorderreifen ausnützen." In dieser Rennphase habe es sich entschieden, dass er keine Siegeschance mehr hätte.
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Der aktuelle WM-Siebte hofft nun, auch in Valencia eine gute Performance zeigen zu können und dort ein Wörtchen, um den Sieg mitzureden. Für Marini ist – und zwar nicht unbedingt wegen dem Resultat beim Katar-Rennen – Pecco Bagnaia der klare Titelfavorit. "Er kann mit Druck besser umgehen. Wir dürfen nicht vergessen. Es ist das dritte Jahr hintereinander, wo er um die MotoGP-Krone kämpft. Jorge ist sich das noch nicht gewohnt."
Was seine persönliche Zukunftsgestaltung angeht, mochte sich der vermutliche Repsol-Honda-Pilot in spe noch nicht äussern. "Ihr werdet noch eine Woche Geduld haben müssen", verwies er neugierige Fragesteller auf das Finale nächstes Wochenende in Valencia. Ergebnis MotoGP-Rennen, Doha (19.11.):
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