Maverick Viñales (Aprilia/4.): «Immer dieselbe Story»

Von Johannes Orasche
Maverick Viñales vor Miller, Martin, Zarco und Marc Márquez

Maverick Viñales vor Miller, Martin, Zarco und Marc Márquez

Maverick Viñales sicherte sich in einem denkwürdigen MotoGP-Rennen von Doha Rang 4 und sprach danach über seinen Versuch, gegen Luca Marini noch das Podium zu sichern.

Maverick Viñales verpasste im Hauptrennen der MotoGP auf dem Lusail Circuit in Doha nur knapp den Sprung auf das Podium. Dem Spanier fehlten auf dem Zielstrich nur acht Hundertstelsekunden auf den drittplatzierten Luca Marini (Mooney VR46-Ducati).

Im Aprilia-Stall war Viñales somit der verlässliche der beiden Akteure – Landsmann Aleix Espargaró verzeichnete nach dem Sturz im Sprint den nächsten Nuller, weil die Schmerzen am linken Wadenbein zu stark waren.

«Es war positiv, einmal mehr haben wir die Balance des Bikes bestätigt, wir haben sie für das Rennen verbessert und auch die Rundenzeit hat sich damit verbessert», lobte Maverick. «Das Gefühl am Scheitelpunkt und das Einlenkverhalten waren viel besser und ich konnte das Bike sehr gut fahren. Ich freue mich sehr. Das ist für mich das Wichtigste, was wir 2023 geschafft haben. Das ist jetzt ein komplett anderes Spiel.»

Zum Rennverlauf sagte Viñales, der zunächst hinter Marc Márquez und Jorge Martin hing: «Es ist immer die gleiche Story, eine nicht endende Geschichte! Ich war hinter den Jungs. Der Reifendruck geht durch die Decke, ich konnte nicht mehr bremsen. Aber sobald ich die Jungs überholen konnte, was der Druck wieder mehr im normalen Fenster und es war ein anderer Sport für mich.»

Dann gab der Aprilia-Werksfahrer auch gleich die interne die Marschrichtung vor: «Unser Ziel ist für den Winter, dass wir eine Raketenkupplung machen, dann sind wir bereit! Ich denke, dann werden wir die Saison 2024 sehr genießen können.»

Zur Piste erklärte Viñales: «Der neue Belag ist fantastisch! Jedes Mal hat man da mehr Grip und weniger Wellen. Es ist einfacher zu fahren. Von FP1 an war das Bike gut – ich kann nichts sagen. Das Bike war auf dem Level und wir konnten außerordentlich gut fahren. Wir können uns von hier an noch super verbessern, wir wissen, was es ist. Die Ingenieure müssen nur eine gute Kupplung machen.»

Zum Fight gegen Luca Marini in der letzten Runde schilderte der Spanier: «Ich habe es versucht, ich kam sehr schnell ran. Ich habe in Kurve 15 das Gas früh geöffnet – ich wollte vorbei. Er hat dann das Gas etwas später geöffnet und ich konnte die Linie nicht kreuzen. Ich habe ihn auf der Bremse außen überholt, aber er hat die Bremse ausgelassen und wir mussten weit gehen.»

«Wenn ich mein Potenzial ausfahren kann, dann kann ich Rennen gewinnen», ist Viñales überzeugt. «Mit diesem Wissen und den Erkenntnissen jetzt können wir uns leichter steigern und somit auch schneller sein. Okay, es ist wahr, dass die Ducati manchmal auf einem anderen Level sind. Aber so ist das Leben – wir müssen uns verbessern.»

Ergebnis MotoGP-Rennen, Doha (19.11.):

1. Di Giannantonio, Ducati, 22 Rdn in 41:43,654 min
2. Bagnaia, Ducati, + 2,734 sec
3. Marini, Ducati, + 4,408
4. Viñales, Aprilia, + 4,488
5. Binder, KTM, + 7,246
6. Alex Márquez, Ducati, + 7,620
7. Quartararo, Yamaha, + 7,828
8. Bastianini, Ducati, + 8,239
9. Miller, KTM, + 11,509
10. Martin, Ducati, + 14,819
11. Marc Márquez, Honda, + 14,964
12. Zarco, Ducati, + 17,431
13. Bezzecchi, Ducati, + 17,807
14. Mir, Honda, + 18,673
15. Augusto Fernández, KTM, + 21,455
16. Morbidelli, Yamaha, + 21,474
17. Raúl Fernández, Aprilia, + 22,142
18. Pol Espargaró, KTM, + 27,194
19. Nakagami, Honda, + 27,740
– Aleix Espargaró, Aprilia, 16 Runden zurück
– Lecuona, Honda, 1. Runde nicht beendet

Ergebnis MotoGP-Sprint, Doha (18.11.):

1. Martin, Ducati, 11 Rdn in 20:52,634 min
2. Di Giannantonio, Ducati, + 0,391 sec
3. Marini, Ducati, + 2,875
4. Alex Márquez, Ducati, + 3,370
5. Bagnaia, Ducati, + 3,957
6. Viñales, Aprilia, + 4,239
7. Binder, KTM, + 5,761
8. Quartararo, Yamaha, + 6,454
9. Augusto Fernández, KTM, + 8,285
10. Zarco, Ducati, + 8,314
11. Marc Márquez, Honda, + 9,596
12. Miller, KTM, + 10,173
13. Bezzecchi, Ducati, + 10,646
14. Raúl Fernández, Aprilia, + 11,117
15. Morbidelli, Yamaha, + 12,163
16. Pol Espargaró, KTM, + 12,745
17. Lecuona, Honda, + 19,285
18. Nakagami, Honda, + 26,238
19. Mir, Honda, + 28,446
20. Bastianini, Ducati, + 35,553
– Aleix Espargaró, Aprilia, 10 Runden zurück
– Oliveira, Aprilia, 1. Runde nicht beendet

MotoGP-WM-Stand nach 37 von 39 Rennen:

1. Bagnaia, 437 Punkte. 2. Martin 416. 3. Bezzecchi 326. 4. Binder 268. 5. Zarco 204. 6. Aleix Espargaró 198. 7. Marini 194. 8. Viñales 192. 9. Quartararo 167. Alex Márquez 165. 11. Miller 163. 12. Di Giannantonio 134. 13. Morbidelli 93. 14. Marc Márquez 89. 15. Bastianini 84. 16. Oliveira 76. 17. Augusto Fernández 71. 18. Rins 54. 19. Nakagami 52. 20. Raúl Fernández 40. 21. Pedrosa 32. 22. Mir 26. 23. Pol Espargaró 13. 24. Savadori 9. 25. Folger 9. 26. Bradl 8. 27. Pirro 5. 28. Petrucci 5. 29. Crutchlow 3.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 663 Punkte (Weltmeister). 2. KTM 348. 3. Aprilia 309. 4. Yamaha 187. 5. Honda 174.

Team-WM:
1. Prima Pramac Racing, 620 Punkte. 2. Ducati Lenovo Team 531. 3. Mooney VR46 Racing 520. 4. Red Bull KTM Factory Racing 431. 5. Aprilia Racing 390. 6. Gresini Racing 299. 7. Monster Energy Yamaha 260. 8. CryptoDATA RNF 120. 9. Repsol Honda 115. 10. LCR Honda 112. 11. GASGAS Factory Racing Tech3, 93.

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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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