Takaaki Nakagami (Honda/18.): «Das ist zu viel»

Von Gino Bosisio
Taka Nakagami auf seiner LCR-Honda in Doha

Taka Nakagami auf seiner LCR-Honda in Doha

Der japanische MotoGP-Routinier Takaaki Nakagami beendete den Katar-Test auf P18. Er ortete klare Verbesserungen an seinem Paket, sprach aber auch über die immer noch vorhandenen Mankos der neuen Honda RC213V.

Die Honda-Fahrer beendeten den Wintertest auf dem Lusail Circuit auf den Rängen 17 bis 20. Der Japaner Takaaki Nakagami büßte 1,4 Sekunden auf die Fabel-Bestzeit von Weltmeister Francesco «Pecco» Bagnaia (Ducati) ein, war aber schneller als die beiden Repsol-Honda-Werksfahrer Mir und Marini.

«Ehrlich gesagt, wenn ich mir die Position nicht anschaue, dann muss ich eigentlich sagen, wir haben einen Schritt gemacht. Wir sind um eine Sekunde schneller als noch zuletzt mit der Honda. Ich glaube, Honda hat einen großen Schritt gemacht», erklärte der 32-Jährige aus Chiba, der in seine siebte Saison mit Lucio Cecchinellos Truppe geht. «Aber wenn ich auf die Positionen schaue – da sind alle vier Honda im Paket. Der Rückstand ist wie im Vorjahr vorhanden, weil die anderen Hersteller sich auch gesteigert haben, das kann man klar sehen.»

«Taka» sagte zudem: «Uns fehlt immer noch etwas, aber die Motor-Performance ist besser und das Bike ist auf der Bremse stabiler. Auch im Bereich des Scheitelpunktes fühlt es sich super stabil an. Okay, das Motorrad von 2023 war vielleicht das schwierigste bisher, es hat dauernd gewackelt und es war schwierig zu spüren, was gerade passiert. Aber es ist jedenfalls jetzt für mich ein großer Schritt. Der Grip am Heck geht mir noch etwas ab, da können wir uns sicher noch steigern. Es gibt noch kleine Bereiche, auch mit der Elektronik spielen wir noch viel.»

«Das Paket ist aber ganz okay. Ich kann jetzt mit meiner rechten Hand mitsteuern und verstehe, wie sich der Grip verhält, ich spüre auch mehr beim Einlenken. Ich bekomme einfach mehr Feedback vom Motorrad», ergänzte der LCR-Idemitsu-Fahrer. Zur Performance im Quali-Trimm meinte er: «Die Maximal-Performance mit neuen Reifen fehlt noch, da sind wir sicher nicht auf dem selben Level wie Ducati. Ich weiß nicht, wieviel Grip die da haben», lachte er. «Es sieht aber danach aus, als wäre es noch mehr als eine Sekunde – das ist jedenfalls zu viel! Ich habe gepusht wie verrückt. Wir haben nicht mehr viel Zeit und ich hoffe, dass wir die Lücke schließen können.»

Das Fazit des Japaners: «Das Gefühl war in Doha viel besser als noch in Sepang. Ich habe aus meiner Sicht jedenfalls einen Schritt gefühlt, im Quali-Trimm und beim Long-Run. Wir wollen weiter Gas geben und versuchen, am Rennwochenende konkurrenzfähig zu sein.»

MotoGP-Test in Katar, Endstand (19. und 20. Februar):

1. Bagnaia, Ducati, 1:50,952 min
2. Bastianini, Ducati, + 0,120 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,308
4. Marc Márquez, Ducati, + 0,383
5. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,389
6. Viñales, Aprilia, + 0,435
7. Martin, Ducati, + 0,514
8. Di Giannantonio, Ducati, + 0,537
9. Brad Binder, KTM, + 0,631
10. Bezzecchi, Ducati, + 0,726
11. Miller, KTM, + 0,768
12. Oliveira, Aprilia, + 0,884
13. Alex Márquez, Ducati, + 0,992
14. Quartararo, Yamaha, + 1,013
15. Acosta, KTM, + 1,094
16. Rins, Yamaha, + 1,151
17. Zarco, Honda, + 1,210
18. Nakagami, Honda, + 1,432
19. Mir, Honda, + 1,505
20. Marini, Honda, + 1,725
21. Augusto Fernández, KTM, + 1,818
22. Crutchlow, Yamaha, + 2,060
23. Pirro, Ducati, + 2,703
24. Savadori, Aprilia, + 10,448

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