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Deal: Fabio Quartararo verlängert Yamaha-Vertrag

Von Thomas Kuttruf
Überraschend früh vermeldet Yamaha die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Fabio Quartararo. Der 24-Jährige bleibt der Yamaha-MotoGP Werksmannschaft bis mindestens Ende 2026 erhalten.

Ebenfalls noch zu einer frühen Phase der Rennsaison einigt sich Yamaha mit Fabio Quartararo auf eine weitere Zusammenarbeit bis Ende 2026.

Der MotoGP-Weltmeister von 2021 besiegelte mit Lin Jarvis einen entsprechenden Vertrag, der den Franzosen für weitere zwei Saisons an den japanischen Konzern bindet.

Fabio Quartararo zu dem neuen Werksvertag: «Ich freue mich sehr, ankündigen zu können, dass ich mein Abenteuer in Blau fortsetzen werde. Letzten Winter hat Yamaha mir bewiesen, dass sie einen neuen Ansatz und eine neue aggressive Mentalität haben. Ich bin sehr zuversichtlich: Wir werden wieder gemeinsam an der Spitze sein.
Quartararo weiter: «Vor sechs Jahren haben sie mir die Chance gegeben, in die MotoGP aufzusteigen, und seitdem haben wir gemeinsam Großes erreicht. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um wieder um den Sieg zu kämpfen. Ich werde hart arbeiten und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam unseren Traum noch einmal erreichen werden.

Lin Jarvis, Geschäftsführer der Rennabteilung, äußerte sich für Yamaha: «Fabio als Teil des Werksteams zu behalten, ist ein wesentlicher Bestandteil von Yamahas MotoGP-Projekt. Fabio ist ein außergewöhnliches Talent, ein harter Arbeiter, ein großartiger Teamplayer, und er hat noch viele wettbewerbsfähige Jahre vor sich. Die Yamaha Motor Company, Yamaha Motor Racing und das Monster Energy Yamaha MotoGP Team scheuen keine Mühen, um Fabio eine glänzende Zukunft zu sichern, indem sie einen aggressiveren Ansatz bei der Entwicklung des Motorrads wählen.»
Der Amerikaner fügte hinzu: «Wir haben bereits bedeutende Veränderungen in unserer Organisation vorgenommen, darunter ein neues internes Managementsystem, die Rekrutierung von Top-Experten aus der Industrie, neue externe technische Partnerschaften, ein erhöhtes Entwicklungsbudget und ein intensiviertes Testprogramm. All diese Veränderungen sollen den Prozess beschleunigen, mit dem wir auf die Siegerstraße zurückkehren. Fabio hat dieses Engagement verstanden, und das hat ihm das Vertrauen gegeben, seine Entscheidung zu treffen, in den nächsten Jahren bei uns zu bleiben.»

Jarvis zeigt sich anlässlich der Vertragsverlängerung auch selbstkritisch: «Wir sind die Ersten, die zugeben, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um wieder auf das konkurrenzfähige Niveau zu kommen, auf dem wir 2021 und in der ersten Hälfte von 2022 waren. Aber bei Fabio weiß man, dass er immer 100 % seines besten Einsatzes geben wird. Außerdem ist es für ihn selbstverständlich, Harmonie und eine gute Atmosphäre mit allen Mitarbeitern zu schaffen. Er kann bei jedem Schritt auf die volle Unterstützung des Teams und von Yamaha zählen, wenn es darum geht, gemeinsam weitere Meisterschaften zu gewinnen.»

Die frühzeitige Verlängerung beweist ein gesundes Vertrauensverhältnis beider Seiten. Aktuell ist das Einsatzgerät des Franzosen noch nicht auf dem Niveau um wieder um Siege zu kämpfen und die komplexe Aufgabe Konkurrenzfähigkeit herzustellen ist auch eine Geduldsfrage. Fabio Quartararo hat sich jedenfalls entschieden, die Situation auszusitzen und gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

Noch beim Portugal-GP hatte «El Diablo» die Fragen nach seiner Zukunft mit einem tendenziell düsteren Blick abgeblockt. Eine Trennung der Partnerschaft schien aufgrund der langen sportlichen Durststrecke möglich. Doch Lin Jarvis hat nun mit einem offensichtlich überzeugenden Vertrag Klarheit geschaffen und sich einen wichtigen Verbündeten des laufenden Rettungsprojektes erhalten.

Mit der Einigung des Mannes aus Nizza und dem in Italien stationierten Yamaha-Werksteams ist damit nach Pecco Bagnaia der nächste Hochkaräter vom Fahrermarkt verschwunden. 
Und zumindest 2025 herrscht damit beim Hersteller mit der zweitbesten Herstellerbilanz der MotoGP-Geschichte Stabilität. Denn Teamkollege Alex Rins ist fix bis Ende des nächsten Jahres Yamaha-Pilot.

Yamaha hat es verstanden, neben den Maßnahmen auf der technischen Seiten, auch den besten Fahrer der Rennstruktur rechtzeitig von der Schlagkraft der Rennabteilung zu überzeugen.
Der nächste Schritt der Mannschaft um Lin Jarvis dürfte der konkrete Wiederaufbau einer Kundenteamstruktur sein.

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