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Carmelo Ezpeleta (Dorna): Der Beginn einer neuen Ära

Von Thomas Kuttruf
Am 1. April ging die amerikanische Liberty Media-Gruppe mit der Übernahme des MotoGP-Rechteinhabers erstmals an die Öffentlichkeit. Heute meldete sich in Austin erstmals die Dorna mit CEO Carmelo Ezpeleta zu Wort.

Würdiger hätte der offizielle Auftakt zum Großen Preis der USA nicht sein können. Auf der Pressebühne hatte sich mit Geschäftsführer Carmelo Ezpelata, dem kommerziell verantwortlichen Carlos Ezpeleta und Marketing-Direktor Dan Rossomondo das Dorna Top-Management eingefunden.

Das Führungs-Trio des seit 32 Jahren verantwortlichen Ausrichters und Rechteinhabers der MotoGP-Motorrad-Straßenweltmeisterschaft sprach erstmals mit eigenen Worten über die Akquise durch den Sport-Vermarktungs-Giganten Liberty Media, der mit 86 Prozent die klare Mehrheit der Dorna Organisation übernehmen wird.

Carmelo Ezpeleta, seit über drei Jahrzehnten in der Hauptverantwortung, fasste die wesentlichen Fakten der Übereinkunft zusammen und betonte sichtlich bewegt: «Das Geschäft mit Liberty Media eröffnet unserem Sport, den wir gemeinsam zu etwas großartigem entwickeln konnten, die Chance weiter zu wachsen. Ein bewegender, auch persönlich sehr emotionaler Meilenstein, über den wir uns extrem freuen. Mit dieser offiziellen Bekanntmachung beginnt eine neue Ära.»

Auch einige Neuigkeiten waren in der 15-minütigen Presseveranstaltung zu erfahren. Bestätigt wurde durch die Dorna-Geschäftsleitung, dass die Übernahme durch die amerikanische Liberty Media-Gruppe sämtliche Rechte-Organisationen beinhaltet. Eine mittel- und langfristige Anpassung der anhängigen Formate MotoE, JuniorGP, der aktuellen Talentschmieden sowie der Superbike-Weltmeisterschaft ist mit den neuen Eigentümern möglich.

Kurzfristig, so viel ist sicher, wird und kann es keine Änderungen irgendeiner Serie geben, denn die eigentliche Übernahme wird sich im besten Fall noch bis Ende 2024 ziehen. Laut Carlos Ezpeleta existiert ein entsprechender Prozess sowie ein Zeitplan, der nun abgearbeitet werden müsse. Frühestens 2025 werden wir also strategische Anpassungen des MotoGP-Formats erleben.

Auch zur weiteren Globalisierung und einem potenziellen Rennkalender der kommenden Jahre äußerte sich das Management. Carmelo Ezpeleta: «Auf längere Sicht ist ein Wachstum der MotoGP in neuen Märkten nicht auszuschließen. Wir sind uns einig, dass mehr als 22 Rennen nicht realistisch sind, was bedeutet, sollte es zu Änderungen kommen, dann würden die Rennen in Europa reduziert. Stand jetzt wollen wir aber bis einschließlich 2026 an dem derzeitigen Kalender festhalten.»

Stabilität verspricht das MotoGP-Mastermind aus Madrid auch auf der operativen Ebene. Wir als Dorna behalten auch weiterhin eine eigenständige Firmenstruktur am jetzigen Unternehmenssitz.

Final lobte der 77-jährige Ezpeleta ausdrücklich den einzigartigen Team-Charakter der gesamten Weltmeisterschaft. Die Verbindung von Ausrichter, FIM, allen Herstellern und Teams und auch der weltweiten Fangemeinde stehe für einen einzigartigen Wert, den es jetzt mit vereinten Kräften und den besten Voraussetzungen weiterzuverbreiten gilt.

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