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Imola: Podium für Valentino Rossi im zweiten WM-Lauf

Von Oliver Müller
Valentino Rossi (2.v.li.) zwischen Ahmad Al Harthy (re.) und Maxime Martin (li.)

Valentino Rossi (2.v.li.) zwischen Ahmad Al Harthy (re.) und Maxime Martin (li.)

Der neunmalige Motorrad-Weltmeister konnte bei seinem WEC-Heimspiel in Imola im BMW M4 LMGT3 gemeinsam mit den Teamkollegen Ahmad Al Harthy und Maxime Martin auf Platz zwei fahren - dank perfekter Strategie.

Valentino Rossi hat es auf zwei Rädern zu enormen Erfolgen gebracht - neun WM-Titel sprechen Bände. Zur Saison 2022 wechselte «Il Dottore» dann in Vollzeit in den Vierrad-Sport. Seit 2023 ist er Werksfahrer bei BMW und konnte die ersten Erfolge im Auto erzielen. Mit Beginn der Saison 2024 stieg der 45-Jährige in die FIA WEC ein. Das ist die offizielle Sportwagen-WM. Dort fährt der Superstar einen BMW M4 LMGT3, den er sich mit Ahmad Al Harthy und Werksfahrer-Kollege Maxime Martin teilt.

Beim zweiten Saisonrennen am abgelaufenen Wochenende in Imola gab es bereits das erste Podium für das Rossi und seine beiden Mitstreiter. Sie belegten nach der sechsstündigen Renndistanz einen starken zweiten Platz in der 18 Wagen fassenden LMGT3-Klasse. BMW hatte in Imola sogar noch mehr Grund zur Freude, denn die Teamkollegen Darren Leung, Sean Gelael und Augusto Farfus holten im zweiten M4 LMGT3 den Klassensieg.

Hintergrund: Die FIA WEC besteht 2024 aus zwei Fahrzeug-Kategorien. An der Spitze fighten 19 Hypercars um die Gesamtsiege. Die LMGT3-Wagen sind pro Runde über zehn Sekunden langsamer und fahren somit lediglich um Klassensiege. Beide Fahrzeuggattungen teilen sich in den Rennen aber die Strecke.

Der Triumph kam aufgrund einer taktischen Meisterleistung am BMW-Kommandostand zustande. Zunächst machte ein Porsche 911 die Klassen-Pace im Rennen. Dann ging in Imola jedoch ein Schauer nieder. Der Porsche wechselte auf Regenreifen. Bei BMW wurde entschieden, weiterhin mit Slicks auf der Strecke zu bleiben. Das Risiko zahlte sich aus, denn später trocknete es wieder ab. Mit Augusto Farfus bzw. Maxime Martin saßen zum entscheidenden Zeitpunkt aber auch zwei ganz erfahrende Werksfahrer in den beiden BMW-Cockpits.

«Ich bin sehr glücklich über den Zweifachsieg für das Team WRT, für BMW M Motorsport und mein erstes Podium in der FIA WEC», strahlte Rossi. «Wir hatten schon am Samstag im Qualifying ein starkes Auto - und Ahmad hat einen sehr guten dritten Startplatz herausgefahren. Im Rennen haben wir dann entschieden, auf Slicks draußen zu bleiben. Augusto war zu Beginn etwas schneller als Maxime und hat die Führung übernommen. Dennoch bin ich über das Ergebnis sehr glücklich.»

Die Strecke von Imola/Italien war für Rossi zudem sein WEC-Heimspiel in der Saison 2024. Über das Wochenende kamen 73.600 Zuschauer - viele natürlich auch wegen ihres Motorsport-Helden. Fast hätte es für das Trio Rossi/Al Harthy/Martin sogar zum Klassensieg gereicht. Doch zu Rennende wurde gegen den BMW eine Durchfahrtsstrafe verhängt, da Rossi kurz nach der Dreieinhalb-Stunden-Marke während eine Gelbphase zu schnell unterwegs war.

Rossis Performance was dennoch beeindruckend. Das wird beispielsweise an seiner persönlich schnellsten Rennrunde deutlich, die bei 1:43,237 Minuten lag. Damit war der 45-Jährige sogar flotter unterwegs, als Team- und Werksfahrer-Kollege Maxime Martin, der auf 1:43,363 Minuten kam.

Nach Rang vier beim Auftakt in Katar und nun Platz zwei in Imola liegen Rossi/Al Harthy/Martin auf Platz vier in der LMGT3-Fahrerwertung. Der nächste Saisonlauf findet am 11. Mai auf der Strecke im belgischen Spa-Francorchamps statt. Vielleicht gibt es für Valentino Rossi und seine beiden Wagenpartner dann ja schon den ersten Saisonsieg.

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