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Maverick Vinales: «Die Aprilia funktioniert überall»

Von Thomas Kuttruf
Dramaturgisch wertvoll. Maverick Vinales kommt als Sieger des letzten Rennens in die Heimat

Dramaturgisch wertvoll. Maverick Vinales kommt als Sieger des letzten Rennens in die Heimat

Nach einer außergewöhnlichen Vorstellung mit zwei Siegen beim texanischen MotoGP-Rodeo in Texas, kommt Aprilia mit Maverick Vinales als heißer Mitfavorit zum spanischen Rennsport-Festival nach Jerez de le Frontera.

Es ist nicht möglich, mit noch mehr Rückenwind bei einem MotoGP-Event zu erscheinen – die Darbietung von Maverick Vinales beim letzten Stopp des MotoGP-Zirkus in Austin hat Fans und Fachwelt gleichermaßen begeistert. Ganz besonders im Grand Prix zeigte der Aprilia-Werksfahrer überragenden Speed und soviel Selbstvertrauen, dass Vinales angesichts der Leistungsdichte das bemerkenswerkte Meisterstück gelang, sich an acht Konkurrenten vorbeizukämpfen.

Die Überhol-Demonstration hat dem Spanier auch viel Selbstvertrauen für das anstehende MotoGP-Wochenende auf heimischen Boden gegeben. Vor dem Großereignis in Jerez de la Frontera spricht Maverick Vinales, der sich dank maximaler Punkteausbeute in den USA bis auf den dritten Rang des WM-Klassements katapultieren konnte, in erster Linie von einer großen Vorfreude.
»Ich bin auf der Rennstrecke von Jerez aufgewachsen, und jedes Mal, wenn ich dorthin fahre, treffe ich Leute von zu Hause und meinen Fanclub. Ich kenne jeden Meter dieser Strecke. Es ist eine Strecke, die ich mag und auf der ich immer gut abschneiden will. Die beste Erinnerung für mich ist mein erster Sieg in der CEV mit meiner 125er.»

Apropos. In der Tat gelang Maverick Vinales auch in seiner WM-Karriere lediglich ein Sieg auf der Moto3-KTM auf der Strecke in Andalusien. Trotz famoser Streckenkenntnis, weder in der Moto2 noch in der Königsklasse konnte sich «Top Gun» bislang feiern lassen. Rekordsieger auf der Traditionsstrecke in Andalusien ist übrigens immer noch der Namensgeber der legendären Rennbahn. Angel Nieto gewann elf Grand Prix-Rennen in Jerez.

Die Chancen für den ganz großen Erfolg auf der 4,42 km langen Piste standen aber nie besser. Der WM-Dritte bestätigt die Konkurrenzfähigkeit der RS-GP unter allen Umständen. Fakt ist, bei allen MotoGP-Events der laufenden Saison stand ein Aprilia-Fahrer mit auf dem Podest.

«Dieses Jahr werden wir mit an der Spitze sein, denn wir haben ein Motorrad, mit dem wir überall schnell sein können. Jerez ist eine Strecke, auf der ich immer gut abgeschnitten habe, und es wird fantastisch sein, dort wieder zu fahren.»

Schnell war die Aprilia auch schon in den vergangenen Jahren. Teamkollege Aleix Espargaro holte 2023 Startplatz Eins. Die spannende Frage lautet also, ob es der Kombination Vinales/Aprilia gelingt, das überragende Renntempo in Texas auch auf der komplett anderen Strecke von Jerez freizusetzen.

Nicht zu unterschätzen sind auch die anderen beiden Aprilia-Piloten Miguel Oliveira und Raul Fernandez. Olivera, wie Vinales auf der 2024er RS-GP unterwegs, schaffte als Fünfter mit nur auf 1,6 sec. Rückstand im Jerez-Sprint des letzten Jahres ein sehr respektables Ergebnis.

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