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Di Giannantonio (6.): «Intensiver Fight mit Marc»

Von Thomas Kuttruf
Der Römer Di Giannantonio, der in Le Mans erst sein fünftes MotoGP-Rennen für das Pertamina-Enduro-VR46-Racing-Team von Legende Valentino Rossí bestritt, zeigte als Sechster auf der Ducati GP23 erneut eine gute Show.

Während Teamkollege Bezzecchi seine Desmosedici an beiden Tagen im Kies von Le Mans verbuddelte, holte Fabio Di Giannantonio zweimal Punkte. Die Ausgangslage hatte der VR46-Racing-Pilot mit einem sehr starken Qualifying geschaffen. In die MotoGP-Wettfahrten in Frankreich ging der Römer jeweils von der vierten Position.

Nach den erfolgreichen Rennen auf der legendären Piste gab sich «Diggia» dann auch in bester Laune. Obwohl der Ducati-Pilot gleich zu Beginn einräumte, dass noch deutlich mehr als der sechste Platz möglich gewesen wäre: «Was mich ein wenig gebremst hat – ich hatte recht früh Arm-pump-Probleme und ich habe dann zwischendurch etwas langsamer machen müssen. Ich habe es dann wieder in den Griff bekommen, weil es stark mit der Art des Fahrens zu tun hat. Ich war einfach etwas zu wild und verkrampft.»

Der Italiener bestätigte auch, dass dies auch mit der Abstimmung seiner GP23 zu tun hat: «Wir haben ja im Vergleich zu Beginn des Jahres einen gewaltigen Fortschritt bei der Abstimmung geschafft, aber dennoch haben wir am Kurvenausgang viel Unruhe im Bike. Aus den Ecken heraus hat es heute wieder wie verrückt geschüttelt. Das müssen wir noch in den Griff bekommen, dann ist es wirklich perfekt.»

Abgesehen davon berichtet der Athlet der VR46-Mannschaft von unfassbarem Spaß auf der Strecke. Di Giannantonio: «Ich habe es extrem genossen. Auch wenn es vielleicht anders aussah, aber besonders der Fight mit Marc war gewaltig und hat aber auch Laune gemacht. Wir haben uns ein paarmal touchiert – aber das war ok. In Wahrheit war es nie besser als heute. Dieses Bike zu steuern, das ist ein überragendes Gefühl. Wenn ich aufsteige, dann mache ich mir über nichts anderes Gedanken, auch nicht über die Zukunft. Ich genieße jede Runde!»

Mit freudigem Gesicht gibt der Ducati-Racer noch einen Ausblick auf das nächste Rennen in Barcelona: «Jetzt geht es nach Catalunya und das wird sicher extrem spannend. Es ist eine Piste, auf der es zum ersten Mal in diesem richtig stark um ein gutes Reifenmanagement geht. Aprilia hatte hier bisher immer sehr gute Qualitäten, aber weil ich glaube, dass der Umgang mit den Reifen auch eine meiner größten Stärken ist, freue mich besonders auf das Event.»

Dank der sauberen Darbietung tauschten die beiden VR46-Stammfahrer in Le Mans die Position im WM-Klassements. «Diggia» vor «Bez», so die neue Reihenfolge.

Ergebnisse MotoGP-Rennen Le Mans/F (12. Mai):
1. Jorge Martín (E), Ducati, 27 Runden in 41:23,709 min
2. Marc Márquez (E), Ducati, +0,446 sec
3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,585
4. Enea Bastianini (I), Ducati, +2,206
5. Maverick Viñales (E), Aprilia, +4,053
6. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +9,480
7. Franco Morbidelli (I), Ducati, +9,868
8. Brad Binder (ZA), KTM, +10,353
9. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +11,392
10. Alex Márquez (E), Ducati, +13,442
11. Raúl Fernández (E), Aprilia, +24,201
12. Johann Zarco (F), Honda, +26,809
13. Augusto Fernández (E), KTM, +27,426
14. Takaaki Nakagami (J), Honda, +30,026
15. Alex Rins (E), Yamaha, +30,936
16. Luca Marini (I), Honda, +40,000
– Jack Miller (AUS), KTM, 11 Runden zurück
– Fabio Quartararo (F), Yamaha, 11 Runden zurück
– Miguel Oliveira (P), Aprilia, 11 Runden zurück
– Joan Mir (E), Honda, 13 Runden zurück
– Marco Bezzecchi (I), Ducati, 24 Runden zurück
– Pedro Acosta (E), KTM, 25 Runden zurück

Ergebnisse MotoGP-Sprint Le Mans/F (11. Mai):

1. Jorge Martín (E), Ducati, 13 Runden in 19:49,694 min
2. Marc Márquez (E), Ducati, +2,280 sec
3. Maverick Viñales (E), Aprilia, +4,174
4. Enea Bastianini (I), Ducati, +4,798
5. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +7,698
6. Pedro Acosta (E), KTM, +9,185
7. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +11,190
8. Jack Miller (AUS), KTM, +11,516
9. Raúl Fernández (E), Aprilia, +12,257
10. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +12,699
11. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +13,492
12. Franco Morbidelli (I), Ducati, +15,578
13. Johann Zarco (F), Honda, +16,439
14. Alex Márquez (E), Ducati, +16,816
15. Brad Binder (ZA), KTM, +16,969
16. Takaaki Nakagami (J), Honda, +19,123
17. Augusto Fernández (E), KTM, +23,618
18. Luca Marini (I), Honda, +27,854
– Marco Bezzecchi (I), Ducati, 4 Runden zurück
– Alex Rins (E), Yamaha, 7 Runden zurück
– Joan Mir (E), Honda, 9 Runden zurück
– Francesco Bagnaia (I), Ducati, 10 Runden zurück

WM-Stand nach 10 von 42 Rennen:
1. Martin, 129 Punkte. 2. Bagnaia 91. 3. Marc Marquez 89. 4. Bastianini 89. 5. Viñales 81. 6. Acosta 73. 7. Binder 67. 8. Aleix Espargaró 51. 9. Di Giannantonio 47. 10. Bezzecchi 36. 11. Alex Márquez 33. 12. Quartararo 25. 13. Miller 24. 14. Oliveira 23. 15. R. Fernández 18. 16. Morbidelli 15. 17. Mir 12. 18. A. Fernández 13. 19. Zarco 9. 20. Rins 7. 21. Pedrosa 7. 22. Nakagami 6. 23. Marini 0.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 170 Punkte. 2. KTM 107. 3. Aprilia 100. 4. Yamaha 28. 5. Honda 17.

Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team, 180 Punkte. 2. Prima Pramac Racing 144. 3. Aprilia Racing 132. 4. Gresini Racing 122. 5. Red Bull KTM Factory Racing 91. 6. Red Bull GASGAS Tech3 86. 7. Pertamina Enduro VR46 Racing Team 83. 8. Trackhouse Racing 41. 9. Monster Energy Yamaha 32. 10. LCR Honda 15. 11. Repsol Honda Team 12.


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