Superbike-WM: Was Toprak über Stoppies sagt

Jorge Martin: «Mit Pedro im Nacken zu viel riskiert»

Von Sarah Göpfert
Obwohl er beim Catalunya-GP einen Großteil der Führungsarbeit leistete, kam Jorge Martin (Pramac Ducati) hinter Pecco Bagnaia als Zweiter ins Ziel. Als einen Grund hierfür nannte er den Kampf mit Rookie Pedro Acosta.

Nach einem perfekten MotoGP-Wochenende in Le Mans, bei dem Jorge Martin seine WM-Führung mit zwei Siegen im Sprint und im Grand-Prix ausbauen konnte, strauchelte der Spanier im Laufe des Catalunya-GP deutlich mehr. Im Qualifying führte ein Sturz des 26-Jährigen dazu, dass er die Rennen von Startplatz 7 angehen musste.

Im Samstags-Sprint verpasste Martin dann als Viertplatzierter knapp das Podest. Jedoch schlug der Madrilene am Sonntag über die Grand-Prix-Distanz stark zurück und überquerte den Zielstrich nach reichlich Führungsarbeit schließlich an zweiter Stelle. «Das war ein wichtiges Wochenende für uns. Wir haben unsere Schwächen vom Samstag ausgemerzt und waren in der Lage, um den Sieg zu kämpfen», stellte der 17-fache GP-Sieger zufrieden fest.

Martin weiter: «In der ersten Kurve habe ich mich super platziert und konnte dadurch sehr viele Fahrer überholen.» Nach der ersten Runde lag der Spanier des Prima Pramac Ducati Teams bereits an dritter Position. In Runde 5 übernahm er dann die Führung, die er bis sechs Runden vor Schluss tapfer verteidigte.

Dabei wehrte der Ducati-Fahrer die Angriffe des Klassenneulings Pedro Acosta (Red Bull GASGAS Tech3) gekonnt ab, gestand anschließend aber: «Meine Mission war es, in Führung zu gehen. Aber mit Pedro im Nacken habe ich vielleicht etwas zu viel riskiert. Ich wollte Platz 1 unbedingt verteidigen, aber er war immer dicht hinter mir. Dort habe ich meine Reifen etwas zu stark beansprucht, weshalb ich bei Pecco am Ende nicht mehr gegenhalten konnte.»

Zum spanischen Jungstar Acosta ergänzte Martin anerkennend: «Ich konnte ihn hinter mir immer hören, er war dicht an mir dran. Ich habe versucht, meine Reifen zu schonen und wusste, dass er auf dem weichen Hinterreifen unterwegs ist. Daher habe ich vermutet, dass er in den letzten Runden Probleme bekommen könnte. Ich war von seiner Leistung wirklich überrascht. Natürlich macht er Fehler, denn er ist ein Rookie. Aber im nächsten Jahr wird es sicher schwer werden, ihn zu schlagen.»

Im Kampf gegen Titelrivale Francesco Bagnaia (Ducati) büßte Martin fünf WM-Zähler ein. Ein Gegenhalten war für den Madrilenen letztendlich jedoch trotz aller Bemühungen nicht mehr möglich, denn: «Als er mich überholt hat, habe ich ein anderes Mapping gewählt, mit dem der Hinterreifen jedoch noch weniger Grip hatte. Das Mapping war vermutlich nur für die letzten beiden Runden gedacht. Dadurch habe ich den Hinterreifen zerstört und nur noch versucht, mein Bike ins Ziel zu bringen.»

In der WM-Tabelle liegt Martin weiterhin mit 39 Punkten Vorsprung vor Bagnaia an der Spitze.

Ergebnisse MotoGP-Rennen Barcelona (26. Mai):

1. Pecco Bagnaia (I), Ducati, 24 Runden in 39:11,726 min
2. Jorge Martin (E), Ducati, +1,740 sec
3. Marc Marquez (E), Ducati, +10,491
4. Aleix Espargaro (E), Aprilia, +10,543
5. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +15,441
6. Raul Fernandez (E), Aprilia, +15,916
7. Alex Marquez (E), Ducati, +16,882
8. Brad Binder (ZA), KTM, +18,578
9. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +20,477
10. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +20,889
11. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +21,023
12. Maverick Vinales (E), Aprilia, +22,137
13. Pedro Acosta (E), KTM, +31,967
14. Takaaki Nakagami (J), Honda, +32,987
15. Joan Mir (E), Honda, +33,132
16. Johann Zarco (F), Honda, +34,554
17. Luca Marini (I), Honda, +36,689
18. Enea Bastianini (I), Ducati, +50,615
19. Stefan Bradl (D), Honda, +55,295
20. Alex Rins (E), Yamaha, +1:03,428 min
– Franco Morbidelli (I), Ducati, 7 Runden zurück
– Augusto Fernandez (E), 19 Runden zurück
– Jack Miller (AUS), KTM, 22 Runden zurück

WM-Stand nach 12 von 42 Rennen:
1. Martin, 155 Punkte. 2. Bagnaia 116. 3. Marc Marquez 114. 4. Bastianini 94. 5. Vinales 87. 6. Acosta 83. 7. Aleix Espargaro 76. 8. Binder 75. 9. Di Giannantonio 62. 10. Bezzecchi 42. 11. Alex Marquez 42. 12. Quartararo 32. 13. Oliveira 29. 14. Raul Fernandez 28. 15. Miller 27. 16. Morbidelli 15. 17. Augusto Fernandez 13. 18. Mir 13. 19. Zarco 9. 20. Nakagami 8. 21. Rins 7. 22. Pedrosa 7.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 204 Punkte. 2. Aprilia 125. 3. KTM 122. 4. Yamaha 35. 5. Honda 19.

Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team, 210 Punkte. 2. Prima Pramac Racing, 170. 3. Aprilia Racing, 163. 4. Gresini Racing MotoGP, 156. 5. Pertamina Enduro VR46 Racing Team, 104. 6. Red Bull KTM Factory Racing, 102. 7. Red Bull GASGAS Tech3, 96. 8. Trackhouse Racing, 57. 9. Monster Energy Yamaha MotoGP, 39. 10. LCR Honda 17. 11. Repsol Honda 13.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Dr. Helmut Marko: «Ein schwieriges Wochenende»

Von Dr. Helmut Marko
​Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko analysiert exklusiv für SPEEDWEEK.com das GP-Wochenende auf dem Hungaroring: Wieso die Strategie dieses Mal falsch war und wie der WM-Kampf weitergeht.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Do. 25.07., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Do. 25.07., 06:45, Motorvision TV
    Classic
  • Do. 25.07., 09:25, Motorvision TV
    Bike World
  • Do. 25.07., 10:15, Hamburg 1
    car port
  • Do. 25.07., 12:10, Motorvision TV
    Car History
  • Do. 25.07., 13:10, Motorvision TV
    Monster Jam Championship Series
  • Do. 25.07., 15:00, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Do. 25.07., 15:00, ORF Sport+
    Formel 1 Motorhome
  • Do. 25.07., 15:25, Motorvision TV
    Australian Motocross Championship
  • Do. 25.07., 16:15, Hamburg 1
    car port
» zum TV-Programm
6.537 24071750 C2507054532
5