Enea Bastianini (Ducati/4.): Der Schmerz ließ nach

Sehenswert: Bastianini (23) bremst sich an Maverick Vinales vorbei
Enea Bastianini zeigte auf dem Sachsenring wieder eine seiner sehenswerten Aufholjagden. Der Italiener war von Startposition 9 aus losgefahren und kam noch sehr nahe an seinen Teamkollegen Pecco Bagnaia heran. Auf Sprintsieger Jorge Martin (Pramac Ducati) fehlten Bastianini am Zielstrich lediglich 1,5 Sekunden.
«Meine Pace war wirklich gut, das Rennen war aber nicht einfach. Ich hatte mit der Frontpartie Probleme, der Grip hat stark abgebaut», berichtet der Moto2-Weltmeister von 2020. «Als ich dann nahe an Pecco dran war, wollte ich vorbei. Aber das Bike hat zu sehr gewackelt in jeder Kurve. Es war nicht möglich, vorbeizukommen. Es war zu gefährlich diesmal – ich beschloss, es gut sein zu lassen.»
«La Bestia» ging aber nochmals genauer auf die angepeilte Attacke gegen den Weltmeister ein: «Es war viel einfacher, Vinales zu überholen. Es ist immer schwer, ein Motorrad der eigenen Marke zu überholen. Pecco ist zudem sehr stark auf der Bremse. Hier haben wir nur zwei Kurven, wo wir das machen können. Wenn man aus Kurve 12 nicht gut rauskommt, wird es schwer. Ich werde es am Sonntag wieder versuchen.»
«Auch die Qualifikation war schwierig, ich konnte körperlich nicht das Maximum geben - ich war nicht bei 100 Prozent», erzählt der Mann von der Adria. «Ich hatte in der Früh noch überall Schmerzen, ein wenig auch in der Schulter – eigentlich überall – auch zu Beginn des Rennens. Da war ich ziemlich steif. Runde für Runde wurde es dann besser. An der Sturzstelle von Vinales musste ich das Gas zudrehen. Am Ende war ich nahe an den ersten beiden Reihen dran. Es wird schwierig, morgen.»
Zum Rennen über die volle Distanz sagt der 26-Jährige - der seine Aufholjagd am Samstag nicht durchziehen konnte. «Es hängt von vielen Faktoren ab. Ich denke, es wird mit den Schmerzen morgen besser sein. Jorge hat einen guten Stil für diese Piste, er benutzt das Heck sehr stark. Ich benutze mehr die Front.»
Dank der erneut sehr guten Vorstellung im Samstags-Sprint schloss Bastianini in der WM-Tabelle zu Marc Márquez auf – noch vier Punkte trennen den Italiener vom spanischen Kollegen auf der GP24.
Ergebnisse MotoGP Sachsenring, Sprintrennen (6. Juli):
1. Jorge Martín (E), Ducati, 15 Runden in 20:18,904 min
2. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +0,676 sec
3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +1,311
4. Enea Bastianini (I), Ducati, +1,458
5. Franco Morbidelli (I), Ducati, +5,600
6. Marc Márquez (E), Ducati, +6,281
7. Maverick Viñales (E), Aprilia, +6,284
8. Brad Binder (ZA), KTM, +9,061
9. Alex Márquez (E), Ducati, +9,201
10. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +10,800
11. Jack Miller (AUS), KTM, +13,815
12. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +13,960
13. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +14,432
14. Raúl Fernández (E), Aprilia, +15,329
15. Luca Marini (I), Honda, +15,430
16. Augusto Fernandez (E), KTM, +15,493
17. Johann Zarco (F), Honda, +16,205
18. Takaaki Nakagami (J), Honda, +20,321
19. Stefan Bradl (D), Honda, +23,733
20. Remy Gardner (AUS), Yamaha, +26,366
21. Joan Mir (E), Honda, +26,668
22. Pedro Acosta (E), KTM, +26,715
WM-Stand nach 17 von 42 Rennen:
1. Martin, 212 Punkte. 2. Bagnaia 197. 3. Marc Marquez 146. 4. Bastianini 142. 5. Vinales 121. 6. Acosta 101. 7. Binder 101. 8. Di Giannantonio 92. 9. Aleix Espargaro 82. 10. Alex Marquez 63. 11. Bezzecchi 45. 12. Morbidelli 44. 13. Oliveira 41. 14. Raul Fernandez 40. 15. Quartararo 39. 16. Miller 32. 17. Augusto Fernandez 15. 18. Mir 13. 19. Zarco 12. 20. Rins 8. 21. Nakagami 8. 22. Pedrosa 7.
Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 290 Punkte. 2. Aprilia 165. 3. KTM 156. 4. Yamaha 43. 5. Honda 22.
Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team, 339 Punkte. 2. Prima Pramac Racing 256. 3. Gresini Racing MotoGP 209. 4. Aprilia Racing 203. 5. Pertamina Enduro VR46 Racing Team 137. 6. Red Bull KTM Factory Racing 133. 7. Red Bull GASGAS Tech3 116. 8. Trackhouse Racing 81. 9. Monster Energy Yamaha MotoGP 47. 10. LCR Honda 20. 11. Repsol Honda 13.