Exklusiv: Forward erhält komplette Bikes von Yamaha

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Rossi auf Yamaha: Solche Bikes erhält 2014 auch Forward Racing

Rossi auf Yamaha: Solche Bikes erhält 2014 auch Forward Racing

Weil die Zeit für die Fertigstellung von FTR-Chassis bis November nicht mehr reicht, kommt Yamaha dem Forward-Team zwei Schritte entgegen.

Das italienische Team NGM Mobile Forward Racing muss sich jetzt keine Gedanken mehr um ein FTR-Chassis machen: Weil ohnedies längst alle Bestellfristen über den Haufen geworfen worden sind und die Zeit drängt, hat sich Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Factory Racing, jetzt zu einem Kompromiss durchgerungen.

«Wir werden Forward nächstes Jahr neben den YZR-M1-Motoren auch Rahmen und Schwingen zur Verfügung stellen», erklärte Lin Jarvis im Gespräch mit SPEEDWEEK.com Samstagfrüh in Laguna Seca. «Aber nur ein Jahr! Nachher müssen sie sich verbindlich selber um das Rolling Chassis kümmern.»

Forward-Racing-Teambesitzer Giovanni Cuzari hat aber noch keine fixe Bestellung aufgegeben. «Ich brauche für zwei Fahrer mindestens 1,7 Millionen Euro», weiss der undurchsichtige Italiener. Er will zwei Wochen Bedenkfrist.

Forward fuhr 2012 mit Suter-BMW und wechselte für 2013 auf FTR-Kawasaki, als Fahrer für 2014 sind wie jetzt Colin Edwards und Claudio Corti vorgesehen.

Colin Edwards (39) fuhr sieben Jahre für Yamaha in der MotoGP-WM, zuerst drei Jahre im Werksteam neben Rossi, ab 2008 vier Jahre lang bei Tech3-Yamaha. Er gilt als Yamaha-Urgestein mit ausgezeichneten Kontakten zu den Chefs von Yamaha America. Auch in seinem «Texas Tornado Boot Camp» werden ausnahmslos Yamaha-Maschinen verwendet.

Forward wird also voraussichtlich gebrauchte 2013-Rennmaschinen aus dem Fundus von Tech3 erhalten, die dann mit der Einheits-ECU von Magneti Marelli ausgerüstet werden muss. Dadurch kann das Team 24 statt 20 Liter Sprit pro Rennen verheizen.

Im 800.000-Euro-Motoren-Leasing-Paket von Yamaha sind drei Motoren pro Fahrer plus zwei Revisionen vorgesehen. Offenbar legt Yamaha jetzt Rahmen und Schwinge kostenlos drauf.

Denn die Japaner wollten sich die Blamage ersparen, null statt der erhofften vier Fahrer ausrüsten zu können.

Honda ergeht es nicht besser. Bisher wurde erst einer der fünf geplanten Production-Racer an den Mann gebracht – für das Go&Fun-Team von Fausto Gresini. Moto2-WM-Leader Scott Redding kommt als Chauffeur in Frage.

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