Valentino Rossi ist konsequent: Er wirft Márquez raus

Von Günther Wiesinger
Die Geschäftsbeziehung zwischen Valentino Rossi und Marc Márquez ist beendet. Der «VR46 Store» verkauft 2016 keine MM93-Merchandising-Produkte mehr.

Die italienische Tageszeitung «Corriere della Sera» berichtet, dass Valentino Rossi aus den jüngsten Unstimmigkeiten mit Marc Márquez auch kommerzielle Konsequenzen zieht. Der MotoGP-Vizeweltmeister von 2014 und 2015 hat sich entschlossen, seine Geschäftsbeziehung mit dem Repsol-Honda-Star zu beenden.

Rossi betreibt bekanntlich eine erfolgreiche Merchandising-Firma in Tavullia namens «VR46 Store», die auch alle Produkte für Márquez' Fanartikel-Shop MM93 erzeugt und vertreibt. Bei jedem europäischen Grand Prix werden die Merchandising-Produkte mit VR46-Trucks an die Strecke gerollt und an einem halben Dutzend Verkaufsständen feilgeboten.

Weil Rossi überzeugt ist, Márquez sei im Finale der MotoGP-WM 2015 für Lorenzo gefahren, wirft er die MM93-Produkte (Mützen, T-Shirts, Sweater, Flaggen usw.) des Ex-Weltmeisters jetzt knallhart aus seinem Sortiment.

Der VR46 Store kümmert sich um das Merchandising von 20 Fahrern und meldet einen Jahresumsatz von 12,5 Millionen Euro.

Nach dem Motto «Rache ist süss» muss also nächstes Jahr eine andere Firma die MM93-Fanartikel von Marc Márquez herstellen und an den Mann bringen.

Man kann diese Entscheidung von Rossi als boshaft beurteilen, aber er hat eigentlich keine andere Wahl, nachdem sich nicht nur die Fahrer auseinander gelebt haben, sondern sich auch die beiden Fangruppen ziemlich feindlich gegenüber stehen. «Márquez, du bist ein Hurensohn», skandierten einige Rossi-Fans nach dem Rennen in Sprechchören im Fahrerlager.

Dass Rossi jetzt weiterhin Márquez-Fanartikel anpreisen soll, macht ungefähr so viel Sinn wie die Tatsache, dass Honda-Star Márquez einen Yamaha-Werksfahrer im Titelkampf unterstützt hat.

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