Loncin 125: Viele Kinderkrankheiten

Von Oliver Feldtweg
Tomoyoshi Koyama bei seinem Loncin-Debüt

Tomoyoshi Koyama bei seinem Loncin-Debüt

Das Loncin-125-Team mit Koyama und Masbou fiel beim Estoril-Test in erster Linie durch schwache Rundenzeiten auf.

Das in Italien stationierte chinesische Loncin-125-Team trat beim Estoril-Test (15. bis 17. März) erstmals in diesem Jahr in Erscheinung, nachdem eine Probefahrt in Mugello wegen der kalten Temperaturen abgesagt hatte werden müssen.

Der Loncin-Rennstall ist vor einem Jahr aus der ehemaligen Malaguti-Truppe hervorgegangen. Teammanager Nicola Casadei hat den sturzeifrigen Franzosen Jules Cluzel durch den Japaner Tomoyoshi Koyama ersetzt und bei Engines Engineering in Bologna einen neuen 125-ccm-Drehschiebermotor bauen lassen, der stark an Aprilia erinnert.

In Estoril kämpften die Fahrer mit erheblichen Kinderkrankheiten. Um die Rückstände zu verheimlichen, fuhren Koyama und der Franzose Alexis Masbou drei Tage lang ohne Zeitnahme-Transponder. Sie kamen nur gelegentlich auf Zeiten unter 1:50 min.

Der 26-jährige «Tomo» Koyama», 2007 auf KTM noch GP-Sieger in Barcelona und WM-Gesamtdritter, wirkte ziemlich zerknirscht. «Uns fehlen jede Menge Testkilometer», erklärte er. «Alles ist neu, wir haben noch viel Arbeit vor uns.»

Von 25. bis 27. März findet in Jerez der grosse IRTA-Test statt, dort muss auch Loncin die Karten aufdecken und Transponder montieren. Dort trifft die Truppe erstmals auf den neuen chinesischen Herausforderer Haojue (vormals Maxtra) mit Ranseder und Hoyle, deren Geräte leistungsmässig auf einem ähnlichen Niveau stehen.

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