Esteve Rabat: «Muss nach vorne schauen»
Esteve «Tito» Rabat: enttäuschende Resultate
Keine einzige Top-Ten-Platzierung, vier Ausfälle und als bestes Resultat ein elfter Rang beim GP Frankreich in Le Mans: Der letztjährige WM-14. Esteve Rabat hat bisher die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können. Rabat liegt mit nur 19 WM-Punkten auf dem 20. WM-Zwischenrang. Teamkollege Scott Redding hat mehr als doppelt so viele Punkte gesammelt und liegt auf Rang 10 des WM-Klassements. Zudem bescherte der Brite dem Team in Donington einen Podestplatz (Rang 3), während Rabat einmal mehr (aber diesmal unverschuldet durch einen Motorschaden) noch vor Abbruch des ersten Rennens ausfiel.
Der aus der dritten Reihe gestartete Rabat lag zum Zeitpunkt seines Ausfalls auf dem siebten Platz und war praktisch gleichauf mit Redding, als der Motor seiner Aprilia kurz vor dem Schwenken der Roten Flagge streikte.
«Ich muss das Positive sehen», sagte Rabat an der Box zerknirscht. «Im Training war ich Neunter, und auch im Rennen fuhr ich in den Top-Ten. Die Abstimmung des Fahrwerks war nahezu perfekt, sie war so gut wie noch nie in diesem Jahr. Aber wir hatten bereits im Training Sorgen mit dem Motor. Im Rennen ging er dann plötzlich schlagartig aus. Trotzdem habe ich fahrerisch wieder Vertrauen gefasst. Ich weiss wieder, was ich zu leisten imstande bin. Ich bin überzeugt, dass die Richtung stimmt, auch wenn die Resultate noch nicht da sind. Wir müssen jetzt nach vorn blicken und in der zweiten Saisonhälfte, die in knapp drei Wochen in Brünn beginnt, die Resultate holen, die wir verdienen. Ich hoffe, dass uns auch das Glück wieder etwas mehr zur Seite stehen wird.»
Rabat bestreitet seine vierte 125er-WM-Saison. Seinen bisher einzigen Podestplatz holte er sich als Dritter 2007 beim Grand Prix von Schanghai in China, die Saison schloss der damalige Honda-Pilot als guter Elfter ab. 2008 kam der Wechsel zu KTM; beste Klassierung war ein sechster Platz beim GP von Assen.