Talmacsi: Ziel verpasst!

Von Jörg Reichert
MotoGP 800 ccm
Gabor Talmacsi war nicht zum Jubeln zumute

Gabor Talmacsi war nicht zum Jubeln zumute

Gabor Talmacsi wollte bei seinem inoffiziellen Heimrennen in Brünn in die Top-10 vorstossen. Doch daraus wurde nichts: Trotz einiger Ausfälle wurde es nur ein 13. Rang.

Am Freitag konnte sich Talmacsi noch vor Kallio-Ersatz bei Pramac-Racing Michel Fabrizio behaupten. Doch der Dritte der Superbike-WM fand sich überraschend schnell mit der Desmodici zurecht und gab bereits am Samstag im zweiten Freien Training und im Qualifying die rote Laterne wieder an den Ungar ab. Für Talmacsi, der in Tschechien bereits sein fünftes MotoGP-Wochenende bestritt, eine Ohrfeige.

Das Rennen begann besser: Für drei Runden hielt der Scot-Honda-Pilot Chris Vermeulen (AUS/Suzuki), Niccolo Canepa (I/Ducati) und Michel Fabrizio (I/Ducati) in Schach. Erst im vierten Umlauf fand der Australier einen Weg an «Talma» vorbei, in Runde 7 folgte ihm Canepa. In derselben Runde gab Fabrizio das Rennen auf - der Italiener zog sich im Training eine schmerzhafte Schulterverletzung zu. Nun war Talamcsi Letzter, ausserhalb der Punkteränge!

Aus eigener Kraft wäre es dem Ungar nicht möglich gewesen, in die Top-15 vorzustossen. Aber als sich Jorge Lorenzo (E/Yamaha) fünf Runden vor Schluss mit einem Vorderradrutscher aus dem Rennen verabschiedete und wenig später Mika Kallio (FIN/Ducati) und Marco Melandri (I/Kawasaki) kollidierten, spülte es Talmacsi auf den schmeichelhaften 13. Rang nach vorne.

«Die ersten Runden waren nicht schlecht Ich konnte drei andere Fahrer überholen und hatte viel Spass bei den Zweikämpfen», stellt der 28-jährige die positiven Aspekte heraus. «Aber als das Bike anfing zu rutschen wollte ich es nicht übertreiben, sondern das Rennen bestmöglich zu Ende zu fahren. Wir hadern immer noch mit dem Grip am Hinterrad. Beim Rausbeschleunigen kann ich die Linie nicht halten. Aber wir werden eine Lösung für dieses Problem finden, wir arbeiten hart daran», verspricht Talmacsi seinen 40.000 treuen Fans, die ihn am Wochenende in Brünn zujubelten.

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