Edwards: «Lorenzo war der erste Domino-Stein»

Von Vanessa Georgoulas
Edwards: Domino oder Murmeln spielen?

Edwards: Domino oder Murmeln spielen?

Colin Edwards erklärt vor seinem Heim-GP in Indianapolis, was er von der Motorenregel hält und wie Jorge Lorenzo den Transfermarkt beeinflusst.

«Abgesehen vom schrecklichen Wetter, den Styropor-Teilen, die über die Strecke wehten, und den einstürzenden Zelten war die Indianapolis-Premiere im letzten Jahr super. Ich glaube, wir waren alle überrascht, dass trotz der schlechten Wetterprognose so viele Leute zum Rennen kamen», erinnert sich [*Person Colin Edwards*] an das Rennen vom letzten Jahr zurück.

Doch die Erinnerungen, die der 35-jährige US-Amerikaner mit der Strecke verbindet, reichen noch viel weiter zurück: «Ich habe so viele Erinnerungen an die Indy-500-Rennen. Mein Vater, der sich die Rennen trinkend angesehen hat, Danny Sullivan, wie er sich 1985 überschlug, zurückkam und das Rennen letztlich gewann. Als ich beim Race of Champions 2000 antrat, war Sullivan ironischerweise mein Teamkollege im Nationen-Cup. Das war alles ziemlich cool.»

Der Tech-3-Yamaha-Pilot freut sich darauf, auf die Strecke zu gehen, wie er erklärt: «Hier mit dem Motorrad unterwegs zu sein, ist sehr speziell. Normalerweise funktioniert es nicht, wenn man ein Stadion in eine Strecke einbaut, doch so weitläufig wie es hier ist, kommt keine Stadion-Atmosphäre auf.»

Edwards ist kein Freund der neuen Motorenregel, die besagt, dass für die restlichen sieben Rennen höchstens fünf Triebwerke pro Fahrer gebraucht werden dürfen: «Den Typen, der diese Idee hatte, würde ich mir gerne einmal vorknöpfen. Ich war nie glücklich damit. Ich bin überzeugt, dass es im nächsten Jahr für alle Piloten schwer wird, wenn nur noch sechs Triebwerke für 18 Rennen zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft erholt sich langsam von der Krise, also muss man diese Regel wieder schnell ändern.

Über seine Zukunft kann der Amerikaner noch nicht viel sagen: «Ich weiss nicht, was ich machen werde. Dominos oder Murmeln spielen? Letztlich macht es mir am meisten Spass, auf dem Motorrad zu sitzen. Ich würde gerne da bleiben, wo ich jetzt bin, mit meinem ganzen Team und Yamaha. Aber wir müssen erst sehen, ob das finanziell möglich ist.» Edwards Karriereplanung wird nicht zuletzt auch durch Jorge Lorenzos Vertragsverlängerung beim Yamaha-Werksteam beeinflusst, ist er sich sicher. «Er war der erste Domino-Stein. Mit seiner Unterschrift haben alle anderen auch ihren Platz gefunden. Meine Meinung spielt dabei zwar keine Rolle, doch ich persönlich finde, dass er sich richtig entschieden hat. Wir werden ja sehen.»

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