Regen bringt Kenseth Daytona-Sieg

Von Guido Quirmbach
NASCAR Cup Series
Am Ende war das Rennglück mit ihm: Matt Kenseth

Am Ende war das Rennglück mit ihm: Matt Kenseth

Auf dem Weg von ganz hinten nach vorn führte Matt Kenseth in genau der Runde, als wegen Regens das Rennen abgebrochen wurde.

Es war ein wolkenverhangener Tag über dem Speedway an der Atlantikküste. Bereits am Vormittag gab es einige Regenschauer, der Wetterbericht sah für das Rennen, was in die Dunkelheit führen sollte, nicht gut aus. Das erste Rennviertel war eine klare Angelegenheit von Kyle Bush, der nur in den beiden ersten Runden nicht führte.

Erster Ausfall war Joey Logano, der nach 80 Runden Scott Speed ausweichen musste, dabei Greg Biffle berührte und heftig in die Mauer im Infield krachte. Der Youngstar blieb aber unverletzt.

Zur Halbzeit kommt Unruhe auf, die erwartete Regenfront nähert sich dem Speedway. Nach 101 Runden könnte das Rennen im Falle eines Abbruches gewertet werden. Es ist wieder Kyle Bush, der zu diesem Zeitpunkt vor Jeff Gordon führt.

In der 125. Runde gab es einen «Big one», ausgelöst von Dale Earnhardt Jr., der Brian Vickers einen Treffer verpasste. Vickers rutschte ins Feld und riss zehn Autos mit sich. Über die Schuldfrage gab es natürlich unterschiedliche Meinungen: Earnhardt: «Ich kam mit Überschuss auf ihn zu und wollte vorbei, doch Vickers drängte mich nach unten. Er hätte seine Linie halten müssen, aber er drängte mich nach unten und hat mich berührt. Ich wollte sicher nicht das halbe Feld eliminieren!» Red Bull-Pilot Vickers sah es anders: «Wir kämpften um die «Lucky Dog»-Position. Da mache ich sicher nicht einfach Platz. NASCAR sollte sich das genau ansehen, das war gefährlich!» Auch der bis dahin dominierende Kyle Bush fiel dem Crash zum Opfer und war stinksauer: «Da haben welche, die eine Runde zurückliegen, einen schlechten Tag und machen damit auch unseren bis dahin sehr guten Tag kaputt!» Ebenfalls erwischte es dabei Teamkollege Hamlin, der aber mit einigen Rollen Klebeband weiterfahren konnte.

Der Regen kam dann kurz vor Beginn des letzten Renndrittels. Für eine einzige Runde unter grün führte plötzlich der Ford von Matt Kenseth. Es war die wichtigste, denn 48 Runden vor dem eigentlichen Ende wurde das Rennen abgebrochen und nicht mehr neu gestartet. Für Kenseth, der 2003 den Cup gewann und wegen Fahrzeugwechsel von ganz hinten startete, war es der erste Sieg im Daytona 500!
Zweiter wurde Kevin Harvick, der nach miserablem Beginn sein Fahrzeug mehr und mehr verbessern konnte vor dem immer stärker werdenden A.J. Allmendinger.

Champion Jimmie Johnson schimpfte während des gesamten Rennens über die schlechte Strassenlage seines Chevy und wurde enttäuschender 31. Dale Earnhardt jr. hatte ein schnelles Auto, machte aber zwei Fehler bei Boxenstopps, für den zweiten (Reifenwechsel ausserhalb des markierten Bereiches) bekam er eine Strafrunde aufgebrummt. Er konnte sich zwar zurückrunden, aber mehr als Rang 28 war nicht drin. Jeff Gordon war ebenfalls schnell, hatte aber immer wieder Reifenprobleme, sein rechter Vorderreifen war bei jedem Wechsel bis auf die Leinwand runtergefahren. Er wurde am Schluss 13. und war damit um eine Position besser als Juan Pablo Montoya.

Resultate Daytona 500 

1. Matt Kenseth, Ford
2. Kevin Harvick, Chevrolet
3. A.J. Allmendinger,Dodge
4. Clint Bowyer, Chevrolet
5. Elliot Sadler, Dodge
6. David Ragen, Ford
7. MichaelWaltrip, Toyota
8. Tony Stewart, Chevrolet
9. Reed Sorenson, Dodge
10. Kurt Busch, Dodge

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