Greg Biffle triumphiert in Pocono

Von Dennis Grübner
Elliott Sadler bei den wartenden Journalisten nach dem Unfall

Elliott Sadler bei den wartenden Journalisten nach dem Unfall

Erster Ford-Sieg in der laufenden Sprint-Cup-Saison. Greg Biffle gewann ein zeitweise chaotisches Rennen auf dem Pocono Raceway. Elliott Sadler mit furchterregendem Crash.

Nach einer turbulenten Woche für Roush-Fenway Racing konnte Greg Biffle am Sonntag auf dem Pocono Raceway den ersten Saisonsieg für das Team und die Marke Ford einfahren. Beim entscheidenden Boxenstopp vor einer Regenunterbrechung nahm Greg Biffle lediglich zwei Reifen für die verbleibenden 30 bzw. durch den Regen 21 Runden. Das zahlte sich am Ende aus. Während der bis dahin führende Jeff Gordon seinen Weg durchs Feld kämpfen musste, da er vier neue Reifen mitnahm, konnte Biffle vorne einsam davonziehen und den Sieg einfahren. Über den Teamfunk richtete Biffle sofort einen Gruss an Jack Roush, der unter der Woche mit seinem Flugzeug abstürzte und noch im Krankenhaus weilt: «Das ist für dich Jack!»

Jeff Gordon machte exakt denselben Fehler, den vor einer Woche bereits Juan Pablo Montoya in Indianapolis machte. Beim Kolumbianer, der ebenfalls aussichtsreich im Rennen lag, dürfte nach dem Rennen in Pocono erneut Frust herrschen. Ein Kommunikationsproblem zwischen ihm und Crew Chief Brian Pattie sorgte dafür, dass Montoya erneut vier statt zwei Reifen bekam und so nur 16. wurde. Jeff Gordon konnte sich immerhin noch bis auf Platz sechs vorkämpfen.

Zweiter wurde Tony Stewart, vor Carl Edwards, Kevin Harvick und Denny Hamlin. Die meisten Rennrunden führte Jimmie Johnson an. In der zweiten Rennhälfte verschwand der amtierende Meister aber mehr und mehr von der Bildfläche. Am Ende hiess es Platz zehn.

Johnson geriet auf dem Tri-Oval in Pocono wieder einmal mit Kurt Busch aneinander. Als er im Windschatten des Penske-Piloten zu einem «Bump Draft» ansetzte, drehte er Busch dabei in die Aussenmauer. Während Johnson davonkam, rutschte der Dodge Buschs über die Strecke, ins Gras und in die Leitplanken. Das Rennen war beendet. Abseits der Kameras ereignete sich aber ein noch viel schlimmerer Unfall.

Durch den Rauch, den Kurt Busch mit seinem Dreher verursachte, verlangsamte dahinter Elliott Sadler das Tempo. Hinter ihm schlief jemand und nahm den Sieger des gestrigen Truck-Rennens auf die Hörner. Sadler schlidderte ins Infield und schlug ungünstig und mit hohem Tempo in die Leitplanken ein. Der Einschlag war so heftig, dass es den kompletten Motor aus dem Auto riss und auf die Strecke warf. Sadler konnte aus eigener Kraft aus dem Wrack aussteigen, legte sich aber unmittelbar danach vollkommen erschöpft auf den Boden. «Das war der härteste Einschlag meiner Karriere», so Sadler nach der obligatorischen Untersuchung im Medical Center. «Ich musste durch den Druck der Gurte danach erstmal ordentlich Luft holen.»

Das Rennen selbst musste abgesehen von diesem Unfall mehrfach wegen Regens unterbrochen werden. Ein längerer Schauer blieb glücklicherweise aus, sodass das Rennen über die volle Distanz ging.

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