Kampf um die Top 35

Von Dennis Grübner
NASCAR Cup Series
Mark Martin ist in Bristol unter Druck.

Mark Martin ist in Bristol unter Druck.

Das Wochenende in Bristol ist für viele Teams entscheidend. Denn wer nach fünf Rennen in den Top 35 der Owners-Wertung ist, ist sicher für das nächste Rennen qualifiziert.

Wie wichtig ein Platz unter den Besten 35 bzw. den Ersten 43 ist, haben wir in der letzten Saison mehrfach erleben können. Insgesamt zehn Mal musste die Qualifikation wegen Regens abgesagt werden. Tritt dieser Fall ein, sind automatisch die 42 am besten platzierten Autos, plus mindestens ein Ex-Champion (sollte er außerhalb der Top 43 liegen) automatisch qualifiziert.

Die Top-35-Wertung ist vor allem für kleinere Teams wichtig. Denn Teams innerhalb dieser Zone sind absolut sicher gesetzt, auch wenn sie keine Runde im Qualifying abliefern können (also z. B. einen Unfall haben). Zudem kann man sich im Training bereits auf ein gutes Rennsetup konzentrieren und muss nicht alle Ressourcen für eine perfekte Quali-Runde verschwenden. Sponsoren dürften sich über eine sichere Rennteilnahme ebenfalls freuen.

Vor dem Rennwochenende in Bristol befinden sich einige sehr prominente Namen auf der Liste, der bedrohten Fahrer. An erster Stelle ist hier auf Platz 35 Mark Martin zu nennen. Der Hendrick-Pilot hat nach zwei Motorschäden sowie einem Reifenplatzer in Atlanta lediglich neun Zähler Vorsprung auf das Earnhardt-Ganassi-Auto mit der Startnummer acht. 30 Punkte hinter Martin befindet sich der zweite Rookie im Feld, Scott Speed. Er muss am Sonntag ebenfalls ins Ziel kommen, um sich weiter nach vorne zu arbeiten.

Als große Überraschung gilt bisher «The Racers Group» (TRG). Das Team befindet sich mit David Gilliland auf Platz 34 der Owners-Wertung in steht kurz davor, den Sack in Bristol zuzumachen. Was für das Team von Kevin Buckler eine kleine Sensation wäre, ist für die Autos die vor ihm stehen eigentlich Pflicht.

Auf Platz 33 befindet sich das in der letzten Saison so hochgelobte Talent, Joey Logano. Er konnte sich nach seinem Crash beim Saisonauftakt zumindestens wieder einigermaßen stabilisieren. Sollte kein Crash dazwischenkommen, wird er es ebenfalls schaffen. In Gefahr ist zudem noch Ryan Newman. Im Gegensatz zu Teamkollege und Chef Tony Stewart läuft es beim „Rocket Man" noch nicht ganz so rund. Wie bei Logano ist aber auch hier eine Aufwärtstendenz zu erkennen. In Atlanta holte er mir Platz 22 sein bisher bestes Ergebnis.

Prognosen für das Wochenende im Nudeltopf von Bristol sind jedoch schwierig. Auf dem Short-Track kann es schnell passieren, dass man entweder in einen Unfall verwickelt ist, oder eine Runde verliert. Im Letzten holte Childress-Racing einen Dreifachsieg, nachdem Kevin Harvick kurz vor Rennende den führenden Tony Stewart abgeräumt hat. Genügend Spektakel ist auch dieses Mal zu erwarten.

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