Marcos Ambrose übertölpelt Kyle Busch

Von Dennis Grübner
Nationwide Series
Marcos Ambrose nach der Zieldurchfahrt

Marcos Ambrose nach der Zieldurchfahrt

Wieder ein zweiter Platz für Kyle Busch. Marcos Ambrose präsentierte sich erneut stark in Watkins Glen und gewann wie bereits im Vorjahr auf dem Rundkurs in New York.

Seite an Seite gingen Ambrose und [*Person Kyle Busch*] 18 Runden vor Schluss in die «bus stop»-Schikane. Während Busch den Notausgang wählen musste, stürmte Ambrose mit einem riskanten Manöver am Meisterschaftsführenden vorbei und übernahm die Führung. Trotz mehrerer Gelbphasen nach dieser Szene schaffte es Busch nicht mehr, dem ehemaligen zweifachen australischen V8 Supercar Meister Paroli zu bieten.

Dritter hinter den Beiden wurde Carl Edwards. Polesitter Kevin Harvick platzierte sich auf Rang vier, gefolgt von Ron Fellows. Edwards konnte durch den dritten Platz erneut keinen Boden auf Kyle Busch gutmachen. Der mit zehn Top 2-Ergebnissen nun zwar einen Rekord hält, nach dem Rennen aber trotzdem angefressen war.

«Ich hätte es nicht gemacht, denn ich hätte vermutlich einen Unfall damit ausgelöst», zeigte sich der 24-jährige nach der Zieldurchfahrt sauer. «Ich bin mir sicher, dass es einen Unfall gegeben hätte, hätte nicht einer von uns, in diesem Fall ich, nachgegeben. Es war sicherlich kein faires Manöver.»

«Du fährst gegen die besten Leute in diesem Business», entgegnete Ambrose. «Das Überraschungsmoment lag auf meiner Seite. Er hat sehr spät reagiert, als ich auf der Innenseite ankam. Ich weiss nicht, worüber er sich beschwert.» Unterstützung erhielt der in Tasmanien geborene Fahrer von Carl Edwards. «Ich habe Wiederholungen davon auf den Leinwänden an der Strecke gesehen und für mich sah es aus wie ein normales Überholmanöver. Ich denke jeder andere hätte es genauso gemacht.»

Zwei sehr unterschiedliche Ansichten herrschten auch im Duell Joey Logano gegen Robby Gordon. Nach diversen Scharmützeln auf der Strecke schob Gordon den Sprint Cup-Rookie in einen Reifenstapel. Das Auto fing kurz darauf Feuer, woraufhin Logano aus dem Auto stieg und sein Rennen beendete. «Dummheit kannst du nicht ändern», so Logano über Gordons Aggressivität. «Sie ist für immer.»

Für Marcos Ambrose war es in diesem Jahr übrigens der erste Auftritt in der Nationwide Series. Am 30. August wird er beim Rennen in Montreal versuchen, seine Positiv-Statistik in der Nationwide Series aufrechtzuerhalten. Für das Rennen der Sprint Cup Series am heutigen Sonntag gilt er als einer der grossen Favoriten.

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