Räikkönen zum 2. Mal im Rallye-Ziel

Von Toni Hoffmann
Rallye Sonstiges
Ex- Formel 1-Champion Räikkönen auf der Rallyepiste

Ex- Formel 1-Champion Räikkönen auf der Rallyepiste

Formel 1-Weltmeister von 2007 vom Rallye-Virus infiziert – bei zweiten Rallye-Start wieder das Ziel erreicht

Kimi Räikkönen hat Blut geleckt, Rallye-Blut. Drei Wochen nach seiner Rallye-Premiere bei der finnischen Arctic-Rallye trieb es den Formel 1-Weltmeister von 2007 wieder auf die Rallyepisten. Seinen Rallye-Einstand feierte der 29jährige Rallye-Fan im Lappland mit dem 13. Platz.

Mit dem Einverständnis seines Ferrari-Teamchefs Stefano Domenicali und seines obersten Ferrari-Chefs Luca de Montezemolo durfte er auch beim zweiten Lauf zur finnischen Rallye-Meisterschaft im Fiat Grande Punto S2000 antreten. Erneut sass der Rallye-Routinier Kaj Lindström, Ex-Beifahrer des vierfachen Weltmeisters Tommi Mäkinen, neben ihm. «Kimi muss sich bei der Artic-Rallye ein Virus eingefangen haben», meinte etwas verschmitzt Lindström. Räikkönen hatte schon mehrmals seine Rallye-Leidenschaft erwähnt und angedeutet, dass er gerne, sofern es sein Formel 1-Programm zulasse, weitere Rallyes bestreiten möchte. Part 2 folgte nun bei der Vaakuna-Rallye.

Dort tat sich Räikkönen etwas schwerer. Nach 236 Gesamtkilometern und sieben Prüfungen über 102,50 km erreichte er diesmal nur den 23. Gesamtrang. Hinter dem Sieger Jari Ketomaa im seriennahen Subaru Impreza lag er 8:24,6 Minuten zurück. Zweiter mit einem Rückstand von 27,8 Minuten wurde Jarkko Nikara im Gruppe N-Mitsubishi Lancer. Nikara war neben dem Tschechen Martin Semeràd von einer Jury, in der auch Walter Röhrl und Michèle Mouton sassen, ins Pirelli Driver-Team für sechs Läufe in der Produktionswagen-WM gewählt worden. Mit einem Rückstand von 49,2 Sekunden kam Jussi Välimäki im Mitsubishi Lancer Evo. X als Dritter ins Ziel.

Räikkönen kam direkt von den Formel 1-Tests im warmen Bahrain bei Temperaturen um 30° zu seiner Rallye-«Spritztour» in seiner frostigen Heimat. Nach Problemen mit der KERS-Kühlung an seinem Ferrari F60 war er aber Schnellster bei den Dienstag-Tests.

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