FIM-Präsident Viegas: Wirbel wegen der Superbike-WM

Von Günther Wiesinger
Superbike-WM
Superbike-Start in Assen: Das Startfeld ist geschrumpft

Superbike-Start in Assen: Das Startfeld ist geschrumpft

FIM-Präsident Jorge Viegas fiel mit seltsamen Bemerkungen zur Superbike-WM auf und verärgerte damit Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta.

Der neue FIM-Präsident Jorge Viegas ist mit einem ungeschickten und missverständlichen Interview in Polen ins Fettnäpfchen getreten. Der Portugiese ließ durchblicken, er sei mit der Situation in der Superbike-Weltmeisterschaft nicht zufrieden. Er bemängelte die Tatsache, dass die Dorna die zwei prestigeträchtigsten Road Racing-Serien der Welt gleichzeitig manage. Aber die FIM hat sich die Dorna 2012 selbst als SBK-Partner ausgesucht. Er sprach von neuen Ideen, er wolle das ändern. Und irgendwie konnte man heraushören, die Dorna wolle die Rechte an der Superbike-WM verkaufen. So kam die Botschaft zumindest bei gewissen Medien an.

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta, der von Infront die Rechte an der Superbike-WM 2012 übernommen hat, hatte mit diesen unsinnigen und geschäftsschädigenden Aussagen gar keine Freude. Er führte mit Viegas sofort ein klärendes Telefongespräch. Vielleicht hatte Viegas in der Aufregung auch vergessen, dass die Dorna-Gebühren in der Höhe von mehr als 8 Millionen US-Dollar im Jahr seit 1992 verlässlich zum finanziellen Wohlergeben des Weltverbands beitragen.

«Von einem Verkauf der SBK kann keine Rede sein. Wir haben für die Superbike-WM mit der FIM einen Vertrag bis inklusive 2036, für MotoGP sogar bis 2041», bestätigte Ezpeleta im Gespräch mit SPEEDWEEK.com am Samstag in Le Mans.

«Präsident Viegas hat sich bei diesem Interview unklar oder ungeschickt ausgedrückt», ärgert sich Ezepleta über seinen Geschäftspartner. «Es kam vielleicht zu einem Missverständnis bei der Übersetzung des Interviews. Es entspricht der Wahrheit, dass wir in der Superbike-WM noch Handlungsbedarf haben, wir müssen diese Serie attraktiver machen. Wir haben einige Ideen und beratschlagen mit der FIM zusammen, wie wir diese Serie besser gestalten können. Und obwohl die Situation bei den Superbikes nicht optimal ist, werden wir mit dieser Serie weitermachen. Das entspricht genau dem Gegenteil von dem, was der FIM-Präsident von sich gegeben hat.»

Themen in der SBK sind das geschrumpfte Startfeld, es geht um das Technik-Reglement in der Superbike-WM und um neue Ideen für die Technik in der Supersport-WM.

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