Sandro Cortese bekommt Einblick in Johnny Reas Daten

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Kawasaki sorgt in der Superbike-WM dafür, dass auch Privatteams wie Pedercini oder Puccetti Spitzenmaterial erhalten. Sandro Cortese kann sich von Anfang an mit dem Besten vergleichen.

Am 24. Februar wird Sandro Cortese auf Phillip Island seine ersten Runden mit der Kawasaki ZX-10RR des Pedercini-Teams drehen. Bevor am letzten Februar-Wochenende auf selber Strecke die Superbike-WM 2020 beginnt, hat der Berkheimer zwei Tage Zeit, sich an die Maschine zu gewöhnen. Nach Yamaha und Ducati ist Kawasaki für Cortese der dritte Hersteller innerhalb fünf Monate.

«Die Kawasaki ist nicht viel anders als letztes Jahr, wir werden nur 2020-Motoren haben», erzählte Teamchef Lucio Pedercini. «Das Wichtigste für uns ist, dass wir die Elektronik im Team besser hinbekommen. Kawasaki hilft uns und gibt uns sämtliche Informationen, ich habe einen neuen Elektroniker verpflichtet. Er kommt aus Barcelona und kennt die Kawasaki sehr gut. Letztes Jahr arbeitete er für David Salom und kennt jeden bei Kawasaki. Er hat zwar nicht viel Rennerfahrung, ist aber ein Elektronik-Ingenieur und kennt sich bestens aus.»

Der Italiener gegenüber SPEEDWEEK.com weiter: «Wir arbeiten sehr eng mit Kawasaki zusammen, um ab dem ersten Rennen mit der Elektronik auf einem sehr hohen Level zu sein. Wir hatten schon die letzten zwei Jahre vollen Einblick in die Daten des Werksteams.»

Für Cortese ein Riesenvorteil: Jonathan Rea gewann mit Kawasaki die letzten fünf Weltmeisterschaften in Folge!

Lucio Pedercini fuhr von 1992 bis 1997 in der 500er-WM, anschließend bis Ende 2006 in der Superbike-WM. Der 47-Jährige kann genau einschätzen wie schwierig es ist, sich auf ein neues Motorrad einzustellen: «Die ersten beiden Übersee-Events sollten genug sein für Sandro, um sich an das Motorrad zu gewöhnen. Richtig beginnt die Weltmeisterschaft für uns aber erst in Jerez. Alle Fahrer, die auf Kawasaki umstiegen, sagten, dass das Motorrad sehr einfach zu fahren sei. Aber einfach ist es nur zu Beginn. Wenn es um die letzte Sekunde geht, ist es nie einfach.»

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