Warum Bautista mit der Honda CBR1000RR-R strauchelt

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Der Umstieg auf die Honda mit R4-Motor gelang Alvaro Bautista nicht perfekt

Der Umstieg auf die Honda mit R4-Motor gelang Alvaro Bautista nicht perfekt

Nach seiner fulminanten Debüt-Saison in der Superbike-WM 2019 mit Ducati V4R hat sich Alvaro Bautista für 2020 noch nicht auf die Honda CBR1000RR-R umgestellt. Leon Haslam erklärt, warum sein Teamkollege Probleme hat.

Die Ducati V4R und die Honda CBR1000RR-R sind die neusten und auch innovativsten Motorräder in der Superbike-WM. Beide haben viele MotoGP-Gene und sind technologisch auf höchstem Stand. Während in der Ducati ein V4-Triebwerk werkelt, vertraut Honda bei der Fireblade einem Reihenvierzylinder-Motor (R4).

Beide Motorräder kennt nur Álvaro Bautista, der mit der V4R in der Superbike-WM 2019 von der MotoGP kommend auf Phillip Island mit drei Siegen in seine erste Saison in der seriennahen Motorradweltmeisterschaft gestartet war und am Ende als Vizeweltmeister 16 Siege einheimste. Mit der Honda reichte es für den Spanier Ende Februar zu den Plätzen 6, 16 und 6.

Für Leon Haslam, Teamkollege von Bautista im neuen Honda-Werksteam, ist es nachvollziehbar, warum der 35-Jährige noch nicht an seine überragende Performance vom Vorjahr anknüpfen konnte.

«Ein V4 und R4 unterscheiden sich ganz deutlich, wie man sie fahren muss. Beim V4 muss man mehr das Drehmoment nutzen», sagte der Brite im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Die natürliche Art und Weise einen R4 zu fahren, ist für mich härter – aggressiver. Man muss die Zeit in anderen Bereichen als mit einem V4 holen. Wenn man nicht schnell genug ist, muss man zuerst bei sich selbst suchen, was man ändern muss. Für mich ist das der größte Unterschied bei den Konzepten.»

«Mit dem V4 ist man entspannter unterwegs und nutzt seine Kraft am Kurvenausgang – so wie es Álvaro 2019 mit der Ducati gemacht hat», führte Haslam weiter aus. «Den R4 fährt man aggressiver, dafür ist das Handling besser. Der Motor hat weniger Drehmoment und nicht mehr Power als beim V4, aber die Leistung kommt später. In den Kurven muss man sich mehr reinknien und insgesamt aggressiver sein. Man muss die Stärken der jeweiligen Charakteristik nutzen. Das ist auch nichts neues, das war schon immer so. Jeder Hersteller und jedes Bike hat seinen eigenen Stil. Wenn man genug Leistung hat, kann man mit der ausgefeilten Elektronik heutzutage den Charakter beeinflussen.»

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