Vater-Sohn-Duell: Oli fordert Troy Bayliss heraus

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Troy und Oli Bayliss (vl.)

Troy und Oli Bayliss (vl.)

Statt selbst Gas zu geben konzentriert sich Troy Bayliss mittlerweile darauf, die Karriere seines Sohnes Oli zu fördern. Der 16-Jährige wird zunehmend selbstbewusster und aufmüpfiger.

Mit drei gewonnenen Superbike-Weltmeisterschaften hat sich Troy Bayliss in die Herzen der Ducati-Fans gefahren. Aber nicht nur deswegen. Der Australier war immer bodenständig und zugänglich für jeden. Ein Pfundskerl durch und durch.

Die Saison 2019 in der australischen Superbike-Serie (ASBK) musste Bayliss nach einem Sturz (mehrere Finger gebrochen) vorzeitig beenden. Auf eine weitere Saison in der ASBK verzichtete der seit März 51-Jährige. Für den Australier ist die Förderung der Karriere seines Sohnes Oli mittlerweile wichtiger.

Oli ist 16 Jahre alt und absolvierte beim Saisonauftakt der Supersport-WM 2020 auf Phillip Island einen Gaststart. Das Rennen verpasste der Yamaha-Pilot wegen technischer Probleme. Das Rennen der australischen Serie am selben Wochenende gewann er, dann sorgte das neuartige Coronavirus auch in Australien für den Stopp aller Rennaktivitäten.

Niemand zweifelt daran, dass Oli mittelfristig in die Weltmeisterschaft wechseln wird. «Oli ist gut in die Saison gestartet. Nach dem Sieg auf Phillip Island führt er die Meisterschaft an», sagte der stolze Vater. «Er liebt das Motorrad fahren und möchte unbedingt nach Europa wechseln.»

«Aber derzeit warten wir einfach nur. Das Gute ist, dass wir immer noch ins Freie gehen und Sport machen können. Also fahre ich viel mit dem Fahrrad und surfe. Motorräder sind derzeit gestrichen, alle Lizenzen wurden gesperrt», berichtet Bayliss von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Australien. «Aktuell bin ich gesund und ziemlich fit. Ich freue mich schon darauf, wenn es wieder losgeht.»

Dann steht ein Wettkampf gegen seinen Sohn Oli ganz oben auf der Liste!

«Wir sind seit ungefähr 12 Monaten nicht mehr gegeneinander gefahren. Er ist große Fortschritte gemacht», grübelt der dreifache Weltmeister. «Ich werde mich auf eines seiner Motorräder schwingen und versuchen, ihn zu schlagen. Er glaubt, dass er schneller ist als ich.»

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