Randy Krummenacher über Ducati: «Eine Superwaffe»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Nach nur einem Testtag war Randy Krummenacher mit der Ducati Panigale V4R des Barni-Teams in Misano bis auf 0,8 sec an der schnellsten Rennrunde dran. Der Schweizer glaubt, dass es noch viel schneller ginge.

Weil Italien seine Grenzen für EU-Bürger erst am 3. Juni wieder aufmacht, musste Ducati-Teamchef Marco Barnabo für den Misano-Test am Donnerstag auf seinen in Andorra lebenden Stammfahrer Leon Camier verzichten und bot stattdessen Supersport-Weltmeister Randy Krummenacher auf, der dafür von seinem Arbeitgeber MV Agusta freigestellt wurde.

Krummi, der 2017 für Puccetti Kawasaki seine einzige Superbike-Saison bestritt und WM-16. wurde, verblüffte mit ausgezeichneten Rundenzeiten. Seine Bestzeit 1:35,494 min war lediglich 0,8 sec langsamer als die schnellste Rennrunde in Misano, gefahren von Weltmeister Jonathan Rea 2015 auf einer Kawasaki ZX-10R.

«Das war ziemlich flott und sehr, sehr positiv», grinste Krummenacher im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Pirro, der schon Hunderttausende Runden drauf hat, war nicht schneller. Ohne den Großen zu spielen: Ich sehe noch viel mehr Potenzial. Es ist wirklich so. Ich habe diese Rundenzeit nicht rausgequetscht und das Team war mit mir am Anschlag. Es war nicht so, dass wir ein super Set-up für mich gefunden und alles ausgereizt haben. Im Gegenteil: Ich musste vom Team aus gewisse Sachen probieren. Es ist schade, dass der Tag so schnell vorbeiging, ich hätte gerne weitergearbeitet und mich verbessert.»

Erleben wir mit dir den gleichen Effekt wie 2019 mit Alvaro Bautista, dass du aufsteigst und die V4R zu dir passt? «Ich habe von allen ein Lob gekriegt, sie sagten mir, dass das Motorrad zu mir passt», überlegte der 30-Jährige. «Das ist nicht immer so, aber ich komme mit diesem Motorrad gut zurecht. Ich bin noch nie so ein gutes Superbike gefahren, das war eine Riesenerfahrung. Am Anfang war ich im Kopf zu langsam. Mit dem Supersport-Motorrad hast du am Kurvenausgang viel Zeit. Aber wenn du mit der Ducati abdrückst, dann musst du zwei Schritte voraus denken – weil sie abgeht wie eine Rakete. Natürlich müsste ich schneller fahren, aber für den ersten Tag war es eine extrem gute Sache. Ich muss aber auch dazu sagen, dass wir von Misano sprechen. Ich kann nicht sagen, ob ich das Gleiche auch auf einer anderen Strecke kann.»

«Die Ducati ist ein absolutes Rennmotorrad, das spürt man sofort», unterstrich Krummenacher. «Es reagiert sehr schnell auf Veränderungen, wie das bei einem richtigen Rennmotorrad halt ist. Es hat eine Charakteristik wie die Prototypen im Grand-Prix-Sport. Das ist eine Superwaffe, ich kann sie mit nichts vergleichen, was ich bisher gefahren bin. Die Ducati hat alles, um zu gewinnen.»

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