Motocross-Skandal: Hund auf der Strecke

Yamaha wundert sich: «Rea war in seiner Komfortzone»

Von Kay Hettich
Wirklich in Bedrängnis bringen konnten die Yamaha-Piloten Jonathan Rea nicht

Wirklich in Bedrängnis bringen konnten die Yamaha-Piloten Jonathan Rea nicht

Das Meeting der Superbike-WM in Portimão war eine Machtdemonstration von Kawasaki-Star Jonathan Rea. Sogar die Konkurrenz von Yamaha zieht vor der Performance des Rekordweltmeisters seinen Hut.

Auf keiner anderen Rennstrecke fuhr Jonathan Rea so viele Siege ein wie in Portimão. Vor einer Woche ließ der Nordire beim dritten Meeting der Superbike-WM 2020 die Siege zehn, elf und zwölf folgen und gewann dazu die Superpole und fuhr jeweils die schnellste Rennrunde. Besser geht es nicht.

Übrigens: Seinen ersten Sieg erreichte der 33-Jährige 2014 im zweiten Superbike-Lauf 2014 mit Honda, alle weiteren Siege mit Kawasaki.

Den anderen Herstellern ließ Rea nur Krümel über. Die Pata Yamaha-Werkspiloten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark schafften es auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn aufs Podium. Der 24-jährige Türke erreichten die Plätze 2, 2 und – nach Sturz – Platz 8. Der Supersport-Weltmeister von 2014 aus den Niederlanden kam auf den Positionen 3, 7 und 3 ins Ziel.

«Es war das erste Mal in dieser Saison, dass es beide Fahrer aufs Podium geschafft haben. Tatsächlich sind unsere Fahrer von ihrer Performance über die Renndistanz aber enttäuscht», verriet Yamaha-Teamchef Paul Denning. «Für uns war es eine seltsame Situation. Wir haben vier Podestplätze in drei Rennen eingefahren und wurden nur von dem Mann geschlagen, der in Portimão bereits zwölf Rennen gewann und das Zepter eindeutig in der Hand hatte. Es schien, dass er in seiner Komfortzone war. Wir sind dagegen etwas frustriert, dass wir nicht unser volles Potenzial ausschöpfen konnten.»


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