Leon Haslam (Honda): «Dachte, das Bein sei gebrochen»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Leon Haslam musste einen Crash wegstecken

Leon Haslam musste einen Crash wegstecken

Das wechselhafte Wetter und auch eine falsche Strategie machte den Job von Leon Haslam beim Meeting der Superbike-WM in Barcelona schwierig. Beim Crash im Superpole-Race bewies der Honda-Pilot Nehmerqualitäten.

Für jedes Team war das Meeting in Barcelona eine Herausforderung: Die spanische Piste ist neu im Kalender der Superbike-WM, außerdem wechselten sich trockene und nasse Trainings ab. Für ein neu aufgestelltes Team mit einem neuen Motorrad, wie das der Honda Racing Corporation, war der sechste Event daher noch schwieriger.

Zudem nutzte die Crew von Leon Haslam das sonnige FP1 nicht optimal.

«Im ersten Training fuhr ich nur wenige fliegende Runden», erzählte Haslam, der zwar zwölf Runden, aber auch sieben Boxenstopps hatte. «Im verregneten FP2 haben wir uns dann nicht schlecht geschlagen. Als die Strecke aber immer trockener wurde, spürte ich, dass das Gefühl mit dem Bike nicht sonderlich gut war. Das wir das FP1 mehr oder weniger verpasst haben, machte unsere Aufgabe nicht leichter.»

Am Samstag bekam der 37-Jährige dafür die Quittung. Als Zehnter der Superpole trat der Haslam im ersten Rennen auf der Stelle und kam auf derselben Position ins Ziel.

«Das Rennen war hart. Mein Start war superschlecht und in den ersten Kurven fiel ich ans Ende des Feldes zurück. Bei Halbzeit wurde mein Rhythmus schneller, letztendlich habe ich mich aber darauf konzentrieren müssen, unsere Probleme im Griff zu bekommen und musste dafür meinen Fahrstil anpassen. Ich konnte den Kampf um Platz 10 für mich entscheiden, das war das Positive.»

Schlimmer erging es Haslam im Superpole-Race am Sonntag, als er in Runde 2 von Federico Caricasulo von hinten abgeschossen wurde. Trotz starker Prellungen am Oberschenkel trat der Engländer im zweiten Hauptrennen an.

«Zuerst dachte ich, ich hätte mir das Bein gebrochen – zum Glück war das nicht der Fall. Ich war aber sehr unbeweglich mit der unteren Körperhälfte», stöhnte der Honda-Pilot. «Trotzdem war mein Speed im zweiten Lauf nicht schlecht und ich überholte nach einem schlechten Start einige Fahrer. Der Fight mit Lowes war gut, durch einen Fehler am Ende wurde ich Neunter. Das Rennen war tough. Weil ich so steif war, bekam ich auch noch Krämpfe in den Unterarmen. Es ist schade, wir hatten das Potenzial für die Top-5.»


Ergebnis Superbike-WM, Barcelona, Lauf 2
Pos Fahrer Motorrad Zeit/Diff
1. Chaz Davies Ducati 34:29,729 min
2. Michael van der Mark Yamaha + 2,460 sec
3. Garrett Gerloff Yamaha + 2,559
4. Jonathan Rea Kawasaki + 8,040
5. Tom Sykes BMW + 13,196
6. Scott Redding Ducati + 14,232
7. Eugene Laverty BMW + 16,409
8. Alex Lowes Kawasaki + 17,590
9. Leon Haslam Honda + 18,536
10. Loris Baz Yamaha + 20,401
11. Jonas Folger Yamaha + 20,451
12. Federico Caricasulo Yamaha + 25,414
13. Lorenzo Zanetti Ducati + 31,420
14. Takumi Takahashi Honda + 51,264
15. Xavi Fores Kawasaki  
Out Michael Rinaldi Ducati  
Out Valentin Debise Kawasaki  
Out Sylvain Barrier Ducati  
Out Samuele Cavalieri Ducati  
Out Alvaro Bautista Honda  

 

 

Stand Superbike-WM 2020 nach Barcelona
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Jonathan Rea Kawasaki 290
2. Scott Redding Ducati 239
3. Chaz Davies Ducati 188
4. Michael van der Mark Yamaha 178
5. Toprak Razgatlioglu Yamaha 157
6. Alex Lowes Kawasaki 145
7. Michael Rinaldi Ducati 144
8. Álvaro Bautista Honda 94
9. Loris Baz Yamaha 91
10. Leon Haslam Honda 88
11. Tom Sykes BMW 70
12. Garrett Gerloff Yamaha 68
13. Eugene Laverty BMW 45
14. Federico Caricasulo Yamaha 41
15. Xavi Fores Kawasaki 37
16. Marco Melandri Ducati 23
17. Sandro Cortese Kawasaki 14
18. Leandro Mercado Ducati 12
19. Maximilian Scheib Kawasaki 11
20. Jonas Folger Yamaha 9
21. Sylvain Barrier Ducati 5
22. Christophe Ponsson Aprilia 4
23. Roman Ramos Kawasaki 4
24. Matteo Ferrari Ducati 4
25. Takumi Takahashi Honda 4
26. Lorenzo Zanetti Ducati 3

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