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Drama in Estoril: Rea & Redding stürzen in Superpole

Die Superpole in Estoril begann mit einer Serie von Stürzen, auch Jonathan Rea (Kawasaki) und Scott Redding (Ducati) stürzten spektakulär. Die Pole-Position sicherte sich Toprak Razgatlioglu (Yamaha). Jonas Folger 11.

Superbike WM

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Seit 2019 findet die Superpole als traditionelles Qualifying statt, in dem alle Fahrer 25 Minuten lang Zeit haben, um eine bestmögliche Zeit zu fahren. In den freien Trainings können sich die Piloten allein um die Rennabstimmung kümmern, die erreichte Position hat keine Auswirkung auf das weitere Rennwochenende.

Jeder Fahrer hat in der Superpole nur einen Qualifyer-Reifen von Alleinausrüster Pirelli zur Verfügung. Wie üblich verwendeten die Piloten zuerst einen normalen Rennreifen oder auch den Pirelli SCX, der speziell für das Superpole-Race über zehn Runden entwickelt wurde.

Beim Saisonfinale in Estoril fuhr Ducati-Werkspilot Scott Redding im dritten Training in 1:36,770 min die bisher schnellste Zeit an diesem Wochenende. WM-Leader Jonathan Rea (Kawasaki) reihte sich 0,216 sec Rückstand als Dritter ein.

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Die Superpole begann dramatisch: Noch auf der Einrollrunde stürzte Redding per Highsider. Die Ducati war übel demoliert, der Engländer humpelte ebenfalls angeschlagen davon. Wenig später sah man die Kawasaki von Jonathan Rea im Kiesbett liegen. Der WM-Leader war in der ersten Linkskurve das Vorderrad weggeklappt. Die Ninja schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Airfences ein. Mit dem dritten Crash innerhalb nur zwei Minuten flog an einer anderen Stelle der Rennstrecke Sylvain Barrier (Ducati) mit einem Highsider von seinem Motorrad.

Kurz nachdem Alex Lowes (Kawasaki) in 1:37,417 min die erste ernstzunehmende Zeit vorlegte, wurde die Superpole mit roter Flagge unterbrochen. Nach einer Unterbrechung von wenigen Minuten ging es weiter, Rea und Redding fehlten zunächst.

In 1:37,175 min war Jonas Folger (MGM Yamaha) der nächste Führende auf Rennreifen. Bei noch 15 Minuten setzte sich Garrett Gerloff (GRT Yamaha) in 1:37,065 min an die Spitze. Dann passierte bereits der nächste Sturz: Loris Baz (Ten Kate Yamaha) stürzte auf einer schnellen Runde.

Kurz nachdem Chaz Davies (Ducati) in 1:37,040 min eine neue Bestzeit fuhr, rutschte mit Matteo Ferrari (Ducati) der nächste Teilnehmer spektakulär von der Strecke.

Bei noch 10 Minuten war von Rea und Redding nichts zu sehen. Beide Werkspiloten saßen in ihren Boxen und warteten offenbar auf ihre Motorräder.

Acht Minuten vor dem Ende kamen alle Teilnehmer an die Box und holten sich den klebrigen Qualifyer-Reifen ab, der auf einer Runde bis zu einer Sekunde bringt. Den Anfang machte BMW-Pilot Tom Sykes. Der Brite reihte sich aber zunächste nur als Dritter ein.

Davies fuhr in 1:36,891 min die erste Zeit unter 1:37 min, dann preschte Leon Haslam (Honda) in 1:36,856 min über die Linie. Mit einer 1:36,154 min setzte Toprak Razgatlioglu (Yamaha) den Schlusspunkt. Es ist die erste Pole des 24-Jährigen. Die erste Startreihe komplettieren Haslam und Gerloff.

Bester Ducati-Pilot ist Chaz Davies auf Startplatz 4, dann folgen Michael Rinaldi (Ducati) und Michael van der Mark (Yamaha). Für Kawasaki hält Lowes auf Startplatz 7 die Fahne hoch.

Für BMW-Pilot Tom Sykes reichte es zu Startplatz 10. Jonas Folger wird als Elfter in das erste Rennen starten.

Rea (15.) und Redding (23.) absolvierten keine fliegende Runde mehr und nehmen das erste Rennen von weit hinten in Angriff.

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