Saison-Rückblick, Teil 4: Duell der Serien

Von Mike Powers
Superbike-WM
Aprilia RSV4 1000 Factory

Aprilia RSV4 1000 Factory

Die Superbike-WM 2010 ist Geschichte, doch wir nehmen viele Erinnerungen und Erkenntnisse mit ins Neue Jahr. Teil 4 handelt vom geringen Unterschied von MotoGP und Superbike-WM

Enge und spannende Rennen sind wir von der Superbike-WM gewohnt - die Saison 2010 bildete da keine Ausnahme. Es war eine fantastische Saison, in der es die alte Garde, insbesondere [*Person Max Biaggi*] und [*Person Carlos Checa*], mit den ultraschnellen und überwiegend aus England stammendem Youngstern aufnahm. Die Sterne von [*Person Jonathan Rea*], [*Person Cal Crutchlow*] und [*Person Leon Camier*] gingen auf, [*Person Leon Haslam*] mauserte sich zum Titelkandidaten. Und Italien bekam mit einem grandiosen Max Biaggi seinen ersten Superbike-Weltmeister.

Die von Aprilia vorgenommene Umrüstung des Nockenwellenantriebs löste Empörung aus, genauso wie die Ankündigung des werkseitigen Rückzugs durch Ducati.

Was war noch passiert?

Teil 4: Duell von Superbike-WM und MotoGP

Die Superpole-Zeit von Cal Crutchlow (GB/Yamaha) in Silverstone auf Pirelli-Qualifyer hätte für den fünften Startplatz beim MotoGP-Rennen gereicht - noch vor [*Person Nicky Hayden*] (USA/Ducati), [*Person Casey Stoner*] (AUS/Ducati) und [*Person Ben Spies*] (USA/Yamaha) gereicht, die für ihre schnelle Runden weiche Rennreifen von Bridgestone verwendet haben.

Es stellt sich die Frage, ob eine Yamaha-R1 im Superbike-WM-Trimm, mit weniger Leistung, mehr Gewicht, Stahl Bremsen und 20 Km/h geringerem Top-Speed auf einer Runde von ungefähr 2 Minuten Länge gerade mal nur 0,783 sec. langsamer als die Millionen teure Yamaha-M1 von Weltmeister [*Person Jorge Lorenzo*] (E/Yamaha) sein darf? Und das war nicht das einzige Mal, dass Superbike-WM und MotoGP für den Geschmack der MotoGP-Piloten zu dicht beieinander lagen. In Assen hatte Jonathan Rea die MotoGP-Zeiten der ersten Reihe nur um 0,1 sec. verpasst! Und das mit einem Motorrad, das man tagtäglich auf der Strasse herumfahren sehen kann.

Es gibt natürlich Faktoren, die das erklären: Ein MotoGP hat 200 ccm weniger Hubraum zur Verfügung, also weniger Drehmoment. Ausserdem sind Rennen der MotoGP länger. Doch dafür stehen ihnen drei Liter weniger Benzin zur Verfügung. Das kostet Leistung.Wegen der aktuellen Reglements gibt es eine zu geringe Kluft zwischen der beiden Weltmeisterschaften. Die Rundenzeiten der Superbike-WM und deren Motorräder wie die Aprilia RSV4 von Weltmeister Max Biaggi sind dicht an der MotoGP. Oder man schaut auf den Speed von Leon Haslam und seiner Suzuki GSXR-1000 im Vergleich zu [*Person Alvaro Bautista*] und seiner GSVR.

Also, was ist die Lösung? Schafft die Rückkehr der MotoGP zu 1000-ccm ab 2012 wieder die notwendige Distanz zwischen den beiden Serien - oder sollte vielmehr die Superbike-WM umdenken und einige Schritte zurückrudern? Durch einen geringeren technischen Level, weniger Elektronik und kostengünstigem Rennsport könnte die Superbike-WM ihr Wachstum fortsetzen. Infront könnte die aktuellen Werke halten vielleicht sogar neue gewinnen, Kosten senken und Zeiten wieder aufleben lassen, als mehr als 30 Fahrer in der Startaufstellung standen und auch  Kunden-Teams siegfähig waren.

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