Jonas Folger (BMW): «Kann an der Yamaha vorbeifahren»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Jonas Folger

Jonas Folger

Nach der Pleite in Estoril liegen die Hoffnungen von Jonas Folger, seinem deutschen Team Bonovo MGM sowie BMW auf dem kommenden Superbike-WM-Event in Misano. Denn diese Strecke liegt dem Bike und dem Bayer.

«Ich wüsste auch gerne, weshalb ich im Rennen im Gegensatz zum Training so viele Plätze verliere», grübelte Jonas Folger nach dem verkorksten Superbike-Wochenende in Estoril. Der BMW-Pilot ging in Portugal leer aus, obwohl er sich für den elften Startplatz qualifiziert hatte.

Am 12./13. Juni sind die nächsten Rennen in Misano: Die flüssige Strecke in Italien liegt Jonas und der Asphalt bietet viel Grip, was der BMW entgegenkommt.

«Ich freue mich auf Misano und bin schon gespannt, wie sich die BMW auf diesem Kurs anfühlt», erzählte der Schwindegger. «Ich erhoffe mir ein konstantes Wochenende, und dass wir uns auf guten Positionen einreihen können. Zudem, dass wir in Misano eine passende Basisabstimmung für das Bike finden, die wir dann in den weiteren Rennen nutzen können.»

Für Folger und sein deutsches Team Bonovo MGM ist es die erste Saison mit der M1000RR. Auch wenn sie von BMW bestmögliche Unterstützung erhalten und Einsicht in die Daten aller Markenkollegen haben, ist doch vieles Neuland. Auch das BMW-Werksteam mit Tom Sykes und Michael van der Mark hat noch keine ideale Balance und Abstimmung für das neue Superbike gefunden.

Beinahe seine gesamte Erfahrung mit seriennahen Rennmaschinen sammelte Folger 2020, als er ungeschlagen Deutscher Meister wurde – auf Yamaha. «Bei der BMW ist Bremsen und Einlenken das große Thema», verdeutlichte der 27-Jährige. «Womit wir uns beschäftigen, das macht die Yamaha von Haus aus gut. An der Motorleistung liegt es bei der BMW nicht, ich kann an der Yamaha auf der Geraden vorbeifahren, das ist kein Problem. Aber das ist nicht alles. Außerdem ist die Yamaha die Yamaha und die BMW ein anderes Projekt, zudem ein jüngeres. In Estoril war ich am Freitag im Training nicht 2 oder 2,5 sec von der Spitze weg wie in Aragon, sondern eine glatte Sekunde. Das war ein Aufwärtstrend. Jetzt müssen wir es nur noch in den Rennen besser hinbekommen.»

WM-Stand nach 6 Rennen:

1. Rea, 110 Punkte. 2. Razgatlioglu 75. 3. Redding 72. 4. Lowes 62. 5. Davies 48. 6. Gerloff 42. 7. Van der Mark 40. 8. Sykes 36. 9. Locatelli 30. 10. Rinaldi 25. 11. Bautista 25. 12. Haslam 16. 13. Bassani 16. 14. Rabat 13. 15. Mahias 12. 16. Nozane 11. 17. Laverty 9. 18. Folger 8. 19. Vinales 7. 20. Ponsson 1.

Herstellerwertung:

1. Kawasaki, 110 Punkte. 2. Ducati 96. 3. Yamaha 78. 4. BMW 50. 5. Honda 33.

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