Scott Redding: «Hatte nie Vorteil der Ducati-Power»

Von Gordon Ritchie
Die Superbike-WM-Piloten Scott Redding, Michael Rinaldi und Chaz Davies sind sich nach dem tristen Donington-Wochenende einig: Die Ducati Panigale V4R funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgezeichnet.

Mit Scott Redding und Michael Rinaldi im Aruba-Team sowie Chaz Davies bei Go Eleven sitzen diese Saison drei Ducati-Fahrer auf einer Werks-Panigale. Sie alle haben bewiesen, dass sie mit diesem Motorrad gewinnen können. Doch nur selten erwischen sie es mit der Abstimmung so gut, dass sie Ausnahmekönnern wie Jonathan Rea auf der Kawasaki und Toprak Razgatlioglu auf der Yamaha Paroli bieten können. In Donington Park war auch BMW mit Tom Sykes und Michael van der Mark stärker.

Das Problem der Ducati: Sie funktioniert nur in einem kleinen Set-up-Fenster hervorragend. «Treffen wir das nicht, sind wir im Nirgendwo», kritisiert Redding. «In Donington hatten wir alle Probleme und zu wenig Grip. Nicht mal im Regen wurde es für uns viel besser, es fühlte sich auf dem Bike nie sicher an.»

Die Ergebnisse in England sprechen Bände: Im ersten Rennen war Youngster Axel Bassani aus dem Motocorsa-Team als Zehnter bester Ducati-Pilot, im Sprintrennen Davies als Achter. Im zweiten Hauptrennen sorgte Redding als Vierter für das einzige akzeptable Resultat.

«Vor zwei Jahren hatte Ducati im Topspeed einen massiven Vorteil, dann wurde die Drehzahl reduziert», erzählte Redding im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Und es saß ein Fahrer drauf, der so viel wiegt wie mein Bein (Alvaro Bautista – der Autor). Ich hatte noch nie den Vorteil der Ducati-Power. Meinem Gefühl nach bin ich auf den Geraden auf einem fairen Level mit dem Rest, gegenüber den anderen Herstellern fehlt es uns aber an Agilität in den Kurven. Deshalb sind wir etwas verloren. Ducati konnte sich immer auf den Speed auf der Geraden verlassen und damit die mangelnde Agilität wettmachen. Jetzt haben aber die anderen nachgelegt und wir haben momentan keinen Vorteil mehr. Für uns ist es wirklich hart, irgendwo etwas aufzuholen. Wenn zum Beispiel auf eine längere, technische Kurvensektion eine lange Gerade folgt, dann können wir dort nicht mehr das aufholen, was wir zuvor verloren haben. Vor ein paar Jahren war das noch anders.»

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