Eugene Laverty (BMW): «Unmöglich, so langsam zu sein»
«Ich bin mit großen Hoffnungen nach Donington gekommen, der flüssige Streckenteil passt sehr gut zur BMW», sagte Eugene Laverty. Während seine Markenkollegen aufs Podium fuhren, verpasste er die Top-10.
Im BMW-Lager erlebten wir am vergangenen Wochenende krasse Gegensätze. Während sich die Werksfahrer Tom Sykes und Michael van der Mark für die erste Startreihe qualifizierten und in den drei Rennen insgesamt drei Podestplätze eroberten, strauchelten die Fahrer aus den Satelliten-Teams gewaltig.
Das ist insofern erstaunlich, weil Eugene Laverty bei RC Squadra Corse und Jonas Folger bei Bonovo MGM bis auf wenige Teile identisches Material haben. Sie fahren aber beide für Teams, die über sehr wenig Erfahrung mit der BMW verfügen und besonders bei wechselhaften Verhältnissen vor großen Herausforderungen stehen.
Laverty qualifizierte sich in der Superpole für Startplatz 15. Bis zur Mitte des ersten Rennens hatte er sich auf Rang 12 verbessert, in der Schlussphase büßte er aber noch eine Position ein und sah die Zielflagge als 13.
"Im Rennen ist die Strecke abgetrocknet, und wenngleich ich mit Trockenreifen gefahren bin, konnten wir unglücklicherweise nicht mehr auf Trockenabstimmung umstellen", klagte der Nordire. "So war ich letzten Endes mit einer auf nasse Bedingungen abgestimmten Aufhängung unterwegs, und so war es unmöglich, gute Rundenzeiten zu fahren. Das war das Maximum, das ich herausholen konnte."
Im Sprintrennen am Sonntagvormittag wurde der ehemalige Vizeweltmeister 13., im zweiten Hauptrennen 15. Vier WM-Punkte beim Heimrennen sind nicht, was er sich erhofft hatte. Der 17. Gesamtrang ist ebenfalls ernüchternd.
"Das war ein recht schwieriges Wochenende", hielt Laverty fest. "Ich bin mit großen Hoffnungen nach Donington gekommen, denn ich weiß, dass der Charakter der BMW M1000RR zum flüssigen Streckenteil sehr gut passt. Aber wir konnten das ganze Wochenende über kein gutes Gefühl entwickeln. Das ist seit meinem schweren Sturz in Misano der Fall, deshalb müssen wir nun untersuchen, ob das Bike dabei vielleicht einen Schaden davongetragen hat, den wir noch nicht entdeckt haben. Denn es ist unmöglich so langsam zu sein, wenn man sieht, wo die Werksmaschinen von BMW waren. Wir sollten gemeinsam mit ihnen da vorne sein. Wir werden also alles untersuchen und uns stärker zurückmelden."
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