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Johnny Rea hält fest: «Habe die WM mehrfach verloren»

Aus eigener Kraft kann Kawasaki-Star Jonathan Rea nicht mehr Superbike-Weltmeister werden. Also wird er für die Rennen am Samstag und Sonntag alles auf eine Karte setzen – und hofft auf Regen.

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Mit 30 Punkten Rückstand auf Toprak Razgatlioglu (Yamaha) kam Rekordchampion Jonathan Rea nach Indonesien, 62 Punkte gibt es in den drei Rennen am Samstag und Sonntag noch zu holen. Die Rechnung ist simpel: Gewinnt Toprak das erste Hauptrennen und Rea wird Dritter oder schlechter, dann hat der Türke über 37 Punkte Vorsprung und ist damit zum ersten Mal Champion.

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Rea muss unter allen Umständen den ersten Lauf gewinnen, um die Weltmeisterschaft bis Sonntag offen zu halten. "Ich kenne die Mathematik und die Bedingungen in der Meisterschaft", hielt der 34-Jährige fest. "Ich denke gar nicht so sehr an die Meisterschaft, weil ich sie dieses Jahr bereits mehrfach verloren habe. Ich fokussiere mich darauf, am Samstag zu gewinnen. Dann sehe ich, was dabei herauskommt. Wenn ich am Sonntag nach Hause gehe, will ich stolz auf meinen Einsatz sein – wir haben viel Herz in die Rennen gelegt. Alles mehr wäre ein riesiger Bonus."

Der Freitag begann nicht gut: Wegen technischer Probleme an seiner ZX-10RR kam er im FP1 nur zehn Runden zum Fahren und verlor 2,4 sec auf den überragenden Razgatlioglu.

Im FP2 relativierten sich die Abstände. Zwar fuhr Toprak in 1:34,230 min erneut Bestzeit, Rea verliert als Zweiter am Freitag aber nur 0,174 sec. Die Top-6 blieben innerhalb 0,371 sec zum Ersten.

"Glücklicherweise konnten wir unser Problem zum Ende von FP1 lösen und mussten nicht FP2 darauf verwenden", erklärte Rea. "Aber ich habe mehr als die Hälfte der ersten Session in der Box verbracht, anstatt die Strecke zu lernen. Im FP2 fand ich aber einen guten Rhythmus und eine gute Pace. Das Bike ist okay und wir haben noch Raum für Verbesserungen. Deshalb bin ich recht optimistisch für Samstag. Vor allem die Stabilität des Bikes auf der Bremse muss besser werden. Ich brauche eine gute Superpole, denn überholen ist hier schwierig. Wenn du es in den schnellen Kurven probierst, darfst du den anderen Fahrern keinen Respekt entgegenbringen. Kurve 10 fährt man im ersten Gang, dort kann man es versuchen. Im letzten Sektor gibt es nur eine schmale Linie, daneben ist es sehr rutschig. Das ist immer das Problem auf neuen Strecken, wenn es keinen Gummiabrieb gibt. Überholen wird schwierig, aber ich werde Stellen finden."

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Auch Rea ist beeindruckt, wie Razgatlioglu FP1 dominierte. "Es ist aber nicht so, dass ich mir in der Mittagspause den Kopf darüber zerbrochen habe, wie ich ihn einholen kann", sagte der sechsfache Champion. "Wir hatten dieses technische Problem und er fuhr seine beste Zeit mit einem weichen Hinterreifen, der hier viel bringt. Er ist sehr stark, keine Frage. Es war aber nicht die Realität, dass er zwei Sekunden schneller fährt als ich."

Ungewiss ist die Wettervorhersage fürs Wochenende. Am Freitag hätte es regnen sollen, doch es blieb trocken. Auf der Insel Lombok ist momentan Regenzeit, da kann sich das Wetter blitzartig ändern. "Sollte es regnen, wird die Sache deutlich interessanter", grinste Rea, der um die Regenschwäche von Toprak und die eigene Stärke bei solchen Verhältnissen weiß. "Dann muss ich nur etwas geduldiger sein als in Portimao im Regen. Mein Ziel bleibt das gleiche, ob trocken oder nass: Ich will das Rennen gewinnen."

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