Garrett Gerloff (Yamaha) kam nicht an Vierge vorbei
Um die Leistung von Toprak Razgatlioglu in Aragón einschätzen zu können, hilft ein Blick auf die übrigen Yamaha-Piloten der Superbike-WM 2022. Der stark eingeschätzte Garrett Gerloff hatte Mühe mit den Top-10.
Mit drei dritten Plätzen war
Ebenfalls respektabel verkaufte sich Andrea Locatelli, Teamkollege von Razgatlioglu bei Pata Yamaha. Der gleichaltrige Italiener fuhr im ersten Lauf und im Superpole-Race auf Platz 5, und das mit überschaubaren Rückständen, stürzte aber zweiten Rennen.
Wenig zu sehen war dagegen von Garrett Gerloff, dem in dieser Saison regelmäßige Podestplätze und auch Siege zugetraut und erwartet werden. Der US-Amerikaner kämpfte im Mittelfeld mit den Honda-Rookies Iker Lecuona und Xavi Vierge sowie den BMW-Piloten Ilya Mikhalchik und Eugene Laverty. Auf den Positionen 9, 10 und 9 handelte sich Gerloff 22, 11 und 25 sec Rückstand ein – eine Welt.
Erstaunlich: Startplatz 11 in der
"Vom Qualifying war ich enttäuscht. Bei den Wintertests waren wir immer unter den Top-5, also hatte ich erwartet, in den ersten beiden Reihen zu stehen", grübelte Gerloff. "Deshalb war der Start ins Rennen schwierig, aber mein Motorrad fühlte sich gut an. Am Ende von Lauf 1 hatte ich eine starke Pace und kam unter die Top-10. Ich wollte mehr, aber ich war glücklich, der beste unabhängige Fahrer zu sein."
"Der Sonntag war nicht einfach, da alle einen großen Schritt gemacht haben – mich eingeschlossen", hielt Gerloff fest. "Wenn ich gegen diese Jungs fahre, schaffe ich es manchmal nicht, meine Stärken einzusetzen. Im Superpole-Race habe ich Platz 9 nicht erreichen können, da meine Gegner sehr geschickt verteidigt haben. Jetzt freuen wir uns auf Assen. Ich denke, dass die Yamaha dort besser funktioniert."
Einer dieser Piloten ist Superbike-Rookie Xavier Vierge, der in allen drei Rennen unmittelbar vor Gerloff die Ziellinie überquerte.
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