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Yamaha auf Geraden ein Opfer von Ducati: Albert Arenas’ «Siegerblut kocht»
Ducati-Star Alvaro Bautista stand in jedem der neun Superbike-Rennen in dieser Saison auf dem Podium, sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft beträgt nach den Rennen in Estoril 17 Punkte auf Jonathan Rea.
Mit den Rängen 1, 3 und 2 hatte Alvaro Bautista in Estoril erneut ein grandioses Wochenende. Im ersten Hauptrennen am Samstag überrumpelte der Spanier aus der letzten Kurve heraus den führenden Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha) und gewann mit 0,126 sec Vorsprung.
Im Sprintrennen am Sonntagvormittag waren Rekordchampion Jonathan Rea (Kawasaki) und Razgatlioglu schneller; im zweiten Hauptrennen hatte Bautista beste Voraussetzungen, um erneut zu siegen. Doch dieses Mal war er es, der in der letzten Runde vom grandios fahrenden Rea übertölpelt wurde.
"Als mich Rea überholte, konnte ich meine Linie nicht halten und verlor am Kurvenausgang zu viel", beschrieb Bautista das Manöver, welches ihn den Sieg kostete. "Ich versuchte, ihm am Kurveneingang die Türe zuzumachen, rutschte aber bereits. Sehr sicher war das nicht, da war nicht viel Platz. Er stellte das Bike einfach in der Kurve neben mich, und dort ist es schwierig, sich zu verteidigen. Das hat er sehr gut gemacht. Bei Jonathan weiß man immer, dass er es bis zur letzten Kurve mindestens einmal probieren wird. Okay, dieses Mal habe ich nicht gewonnen, trotzdem bin ich glücklich. Ich konnte hart kämpfen und hatte ein gutes Gefühl für das Motorrad."
Es war offensichtlich: Bautista hatte auf der beinahe ein Kilometer langen Gerade einen gewaltigen Speedvorteil gegenüber Rea und Razgatlioglu, über die restliche Runde hatte der Vizeweltmeister von 2019 aber deutlich mehr zu kämpfen und fast nur Nachteile mit der Panigale V4R.
"Jeder sieht, dass ich auf der Geraden schnell bin, aber nicht meine Probleme während der restlichen Runde", betonte der 20-fache Laufsieger. "Zwischen den Kurven 8 und 12 verliere ich gegenüber Toprak und Jonathan viel. Dort kann ich mich auch nicht sehr verbessern, weil mein Bike andere Stärken hat. Generell sind wir in langsamen Sektoren nicht so stark. Von außen kann man meinen, dass der Fahrer nicht gut wäre und ich nur gewinne, weil das Bike auf der Geraden schnell ist. Ich muss in den anderen Sektoren aber auch fahren und habe dort zu kämpfen. Mir ist es egal, wenn die Leute denken, dass ich gewinne, weil das Motorrad eine Rakete ist. Ich kenne die Wahrheit und weiß, wo wir uns verbessern müssen und wo wir schneller als die anderen fahren können."
Bautista stand in jedem der neun Superbike-Rennen in dieser Saison auf dem Podium, viermal als Sieger. Sein Vorsprung gegenüber dem zweitplatzierten Rea hat sich seit Assen um einen Punkt auf 17 verringert. Titelverteidiger Razgatlioglu liegt schon 52 Punkte zurück.
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