Warum Iker Lecuona keine Gefahr für Stefan Bradl ist

Von Günther Wiesinger
Iker Lecuona

Iker Lecuona

Spanische Medien befeuern das Gerücht, dass Honda Superbike-Werkspilot Iker Lecuona als Ersatz von Marc Márquez in der MotoGP einsetzen könnte. Warum aber weiterhin Stefan Bradl den verletzten Spanier vertreten wird.

Wegen der Verletzungspause von MotoGP-Star Marc Márquez bestreitet Honda-Testfahrer Stefan Bradl bis auf Weiteres alle Rennen als Ersatz für den sechsfachen MotoGP-Weltmeister, wie schon 2020 bei zwölf Grand Prix und 2021 in Doha (zweimal) sowie im Herbst in Portimão. Márquez wird voraussichtlich erst Mitte September in Aragón (18.9.) oder im Oktober in die WM zurückkehren.

Doch Bradl hat bei den bisherigen vier Grand Prix 2022 noch keinen WM-Punkt gesammelt, denn in Jerez und Barcelona stürzte er im Rennen, in Termas de Río Hondo landete er mit 31,9 sec Rückstand an 19. Stelle, in Sachsen beendete er die 30-Runden-Hitzeschlacht mit 52 sec Rückstand an 16. Position.

Deshalb wurden in spanischen Medien bereits Vermutungen geäußert, der 22-jährige Honda-Superbike-WM-Werksfahrer Iker Lecuona könnte an rennfreien Wochenenden bei Repsol-Honda statt Bradl einspringen. Genährt wurden diese Spekulationen durch die Tatsache, dass die SBK im Juli zwar zwei Rennen in Donington (17.7.) und Most (31.7.) hat, aber bis inklusive Magny-Cours (11.9.) keine Terminüberschneidungen mit der MotoGP-WM hat. Lecuona könnte also theoretisch alle MotoGP-Rennen bis inklusive Aragón (18.9.) absolvieren.

Doch Repsol-Honda-Teamprinzipal, Albert Puig der bei der Honda Racing Corporation (HRC) auch für das Superbike-Projekt zuständig ist, will von solchen Überlegungen nichts wissen.

«Nein, das ist kein Thema. Lecuona ist bei Honda für eine andere Meisterschaft engagiert worden», erklärte Puig auf Anfrage von SPEEDWEEK.com. «Iker fährt die Superbike-WM, und er schneidet dort nicht schlecht ab, er ist WM-Fünfter. Natürlich, wenn Stefan stürzt, sich verletzt und wir keinen zweiten Fahrer haben, dann weiß ich nicht, was wir tun. Aber es ist jetzt kein Plan von uns, Iker in die MotoGP zu bringen. Wir denken nicht darüber nach. Es würde nichts dagegensprechen, Iker einmal an einem privaten MotoGP-Test teilnehmen zu lassen. Es könnte auch einmal bei LCR ein Ersatzfahrer gebraucht werden. Aber in nächster Zeit haben wir keinen MotoGP-Test mit ihm geplant.»

Iker Lecuona hat in den Jahren 2020 und 2021 für Tech3-KTM die MotoGP-WM bestritten. Er hat 2021 mit Platz 6 in Spielberg und Rang 7 in Silverstone mit der KTM RC16 seine besten Ergebnisse erreicht und die WM 2020 und 2021 als Gesamt-20. beendet.

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