BMW-Werksfahrer Scott Redding beendete den Trainings-Freitag der Superbike-WM in Donington Park als Dritter. Anschließend erklärte der Engländer, woher die markante Steigerung kommt.
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Donnerstagabend berichtete SPEEDWEEK.com exklusiv über die neue Schwinge an den BMW M1000RR von Scott Redding und Loris Baz, welche von Moto2-Seriensieger Kalex engineering mit konstruiert und gebaut wurde. Wie sich in den beiden freien Trainings am Freitag zeigte, ist der Optimismus im BMW-Lager seit dem Donington-Test Ende Juni gerechtfertigt: Redding ist in der kombinierten Zeitenliste auf Platz 3 zu finden, Baz wurde Siebter.
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Der Testtag waren in Wirklichkeit nur einige Runden auf der Strecke, nach einem tödlichen Unfall eines Hobbyfahrers packten alle frühzeitig zusammen. "Ich experimentierte etwas mit dem Winkel der Lenkerstummel und der Position des Schalthebels, davor fühlte ich mich nicht 100-prozentig wohl", schilderte Redding. "Jetzt passt es. Ein guter Schritt nach vorne ist auch die neue Schwinge. Wir stehen damit zwar noch am Anfang, aber die Richtung stimmt. Der Seitengrip ist damit besser, der war mit der bisherigen Schwinge ein sehr negativer Punkt. Auf der Bremse fühlt sich diese Schwinge besser an, das Bike ist auch agiler. Was wir jetzt noch brauchen, ist mehr Grip aus den Kurven hinaus. Deshalb sage ich, dass diese Schwinge ein guter Startpunkt ist, es muss aber noch mehr kommen. Ich glaube auch, dass wir das erreichen können. Diese Schwinge ist die größte Änderung, die wir bislang gemacht haben. Sie gibt mir das Vertrauen beim Fahren, nach dem ich gesucht habe."
Manch ein Fan wird sich fragen, wie die Schwinge einen so gewaltigen Unterschied ausmachen kann. "Ich erkläre dir das", meinte Redding beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Wenn du ein Motorrad in Schräglage bringst, dann arbeitet die Hinterradfederung quasi nicht mehr. Deshalb ist die Flexibilität des Chassis’, der Schwinge und der Räder so wichtig. Die Schwinge hat auch einen Effekt aufs Bremsen und das Aufrichten des Motorrads. Alle Kräfte am Motorrad wirken durch die Schwinge, deshalb ist sie so wichtig. Mit der richtigen Schwinge kannst du nicht nur gesteckte Ziele erreichen, sondern auch das Gefühl für den Fahrer verbessern."
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"Als ich zu diesem Projekt stieß, war die Schwinge einer der Punkte, auf die ich mich fokussiert habe", erklärte der WM-Dritte des Vorjahres. "Eine Schwinge zu entwickeln und bauen, erfordert aber viel Zeit. Zu Jahresbeginn hatte ich eine Liste, die war so lang wie dieser Raum, inzwischen sind noch zirka zehn Punkte übrig. Davor waren es 30. Wir haben schon viele Dinge abgearbeitet und sehen die Entwicklung. Ob wir uns um eine Zehntelsekunde oder eine Sekunde verbessern, ist für mich nicht wichtig, solange es vorwärts geht. Das war der erste Schritt, um die nächste Herausforderung anzunehmen und die Lücke zur Spitze zu schließen. Du musst dich um jedes Detail kümmern."
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Für seine Heimrennen in Donington Park ist Redding nach Platz 3 am Freitag zuversichtlich. "Jetzt bin ich wieder in einer Position, in der ich auf dem Motorrad zeigen kann, zu was ich in der Lage bin", meinte der 12-fache Laufsieger. "Erstmals schränkt mich das Bike nicht ein. Das ist ein guter Start. Wir haben die Messlatte mit dem Motorrad höher gelegt und ich bin mitgegangen. Ein Podestplatz hier wäre schön. Das ist keine schlechte Strecke für mich, ich fühle mich gut. Also lass uns das Podium anpeilen. Vielleicht finden wir ja auch noch etwas, Rennen sind immer etwas anderes als Training. Das ist eine harte Strecke, körperlich sehr anstrengend. Hier musst du gewillt sein, bis zum Ende alles zu geben – ich werde da sein."
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