Michael van der Mark: In Barcelona lief alles schief
Bei der Superbike-WM in Barcelona kam BMW-Werksfahrer Michael van der Mark vom Regen in die Traufe. Ein Ausfall, ein Umfaller im Kiesbett und ein 13. Platz sind seine magere Ausbeute.
Das erste freie Training auf dem Catalunya-Circuit verpasste Michael van der Mark komplett, weil seine BMW M1000RR nicht richtig lief und das Team den Motor tauschen musste. FP3 war wegen der Mischverhältnisse nutzlos, damit hatte der Niederländer lediglich die 45 Minuten im FP2, um sein Bike auf der für BMW ohnehin schwierigen Strecke für die Superpole und das erste Rennen am Samstag abzustimmen.
Startplatz 19 mit über 2 sec Rückstand
Außerdem bekam er einen Long-Lap-Penalty für das Sprintrennen, weil er in der Anfangsphase mit Luca Bernardi (Barni Ducati) kollidiert war und der Italiener stürzte. "Wir waren zu Rennbeginn eine große Gruppe und natürlich wollte ich niemanden treffen", erzählte van der Mark im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "In Kurve 1 war er vor mir, in Kurve 2 fuhr er eine weite Linie und war etwas langsamer. Ich ging am Kurvenausgang nach innen und war bereits voll in der Beschleunigung, als er noch seine Kurve fuhr. Wir wollten beide nach vorne, dann trafen wir uns unglücklicherweise. In der Superzeitlupe kann man es gut sehen."
Im Superpole-Race am Sonntagvormittag folgte die nächste Schlappe. "Ich fühlte mich gut auf dem Motorrad, musste aber die Long-Lap-Strafe absolvieren", erzählte der fünffache Laufsieger. "Als ich auf die Strecke zurückkam, war ich eine Gruppe weiter hinten und versuchte zu überholen. Vor Kurve 7 saugte es mich im Windschatten so stark an, dass ich den Bremspunkt verpasste. Um Laverty nicht zu treffen, fuhr ich geradeaus von der Strecke und fiel im Kiesbett vom Motorrad – das war kein richtiger Sturz."
Für Platz 13 im zweiten Hauptrennen bekam van der Mark seine einzigen drei WM-Punkte in Katalonien. "Wegen des nachlassenden Hinterreifens verlor ich zum Schluss zwei Positionen, das ist frustrierend", meinte der Niederländer. "Letztlich war es in diesem Rennen aber zum ersten Mal am Wochenende so, dass ich viele Runden am Stück fahren konnte, das ist genau das, was ich brauche."
Der 29-Jährige hat wegen zwei schweren Verletzungen im März und Mai fast die komplette Saison bis zur Sommerpause verpasst. Erst seit Anfang September in Magny-Cours greift er wieder ins Renngeschehen ein. Diese Umstände spiegeln sich im 18. WM-Gesamtrang wider.
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