Alex Lowes (3.): «Es gibt immer Sieger und Verlierer»
Kawasaki-Werksfahrer Alex Lowes feierte am Samstag auf Philipp Island sein drittes Top-3-Ergebnis der Saison, denn erstmals nach dem zweiten Superbike-WM-Lauf in Donington Park stand er auf dem Siegerpodium.
Für Kawasaki ist die Saison 2022 nicht sehr erfolgreich verlaufen, denn Jonathan Rea und Alex Lowes kamen hinter Ducati und Yamaha kaum her.
Im Anschluss zeigte sich der 32-Jährige sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn er sich zeitweise mehr erhofft hatte. "Ein komisches Rennen, aber ich fühlte mich als einer der schnellsten Fahrer im Nassen und im Trockenen. Vielleicht habe ich die falsche Wahl getroffen beim Boxenstopp, aber ich war unter allen Bedingungen schnell, deshalb bin ich mit dem Podium sehr glücklich", so der WM-Dritte von 2019.
"Ich wollte an der Spitze kämpfen und habe allen gezeigt, dass ich schnell sein kann. Ich habe das Rennen genossen, obwohl es immer außergewöhnlich ist, einen Stopp mitten drin zu haben. Auch am Sonntag soll es nass werden und auf jeden Fall kälter, also wird es erneut nicht einfach", weiß Lowes. "Trotzdem glaube ich, dass ich erneut gute Leistungen bringen kann. Ich möchte das Jahr stark abschließen."
Wieso kam Lowes so spät in die Box? "Ich sitze auf dem Bike und ich kann zum Reifenwechsel kommen, wenn ich das möchte. Ich hätte mir ein paar mehr Informationen vom Team gewünscht, aber so ist es nun mal. Ich musste mich selbst entscheiden und war dadurch zu spät dran", schilderte der Kawasaki-Fahrer sein Vorgehen in Australien. "Ich wollte den Regenreifen bestmöglich nutzen. Es ist so einfach, im Nachhinein zu sagen: ‚Ich hätte dies oder das machen sollen’. Es gibt immer Sieger und Verlierer. Aber die Pace war sehr gut."
Phillip Öttl (Ducati) startete das Rennen auf einem Intermediate-Hinterreifen. Doch er bemerkte schnell, dass es die falsche Entscheidung war. Wie sieht Lowes das? "Es war zu nass für Intermediates. Du hättest in den ersten paar Runden sicher 15 Sekunden verloren und einen großen Fehler riskiert", stellte er klar. "Hättest du mir vor dem Rennen gesagt, dass ich auf dem Podium lande, wäre ich sehr glücklich gewesen. Jetzt muss ich sagen, es fühlt sich etwa so an, als hätten wir eine Möglichkeit verpasst. Am Ende habe ich es aber genossen und das Überholmanöver gegen Álvaro hat ebenfalls Spaß gemacht."
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