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Warnung von BMW: Reifen halten Rennen nicht durch!

Von Kay Hettich
Hat auch BMW-Star Toprak Razgatlioglu ein Problem?

Hat auch BMW-Star Toprak Razgatlioglu ein Problem?

Nach den Wintertests geht BMW mit Zuversicht in die Superbike-WM 2024. Für den Saisonauftakt auf Phillip Island besteht jedoch die Ungewissheit, ob die Reifen die Rennen überstehen werden. Sehen wir Flag-to-Flag-Rennen?

Beim offiziellen Dorna-Test am Dienstag dieser Woche sorgte Toprak Razgatlioglu mit einer grandiosen Runde in 1:28,511 min für eine BMW-Bestzeit. Der Türke fuhr auch bei den Januar-Tests in Jerez und Portimão mit die schnellsten Zeiten, entsprechend groß sind die Erwartungen der vielen BMW-Fans für den Saisonauftakt in Australien vom 23. bis 25. Februar.

Motorsport-Direktor Marc Bongers tritt jedoch auf die Euphoriebremse, denn der Niederländer weist zu Recht darauf hin, dass Testergebnisse nur bedingt Rückschlüsse auf die Rennperformance erlauben.

«Die Endergebnisse des Testtags sind noch schwer zu bewerten. Die letzten Minuten des Tests waren wie ein Qualifying. Aber wir waren die ganze Zeit vorn mit dabei. Das war sehr erfreulich», betonte Bongers. «Ich glaube, dass im Renntrimm auch Michael, Scott und Garrett weiter vorn sein werden als jetzt im Testranking. Eine Vorhersage für das Rennen zu treffen, ist extrem schwierig, weil wir definitiv Probleme mit den Reifen haben.»

Dazu muss man wissen: Der schnelle Phillip Island Circuit ist bekannt für seinen aggressiven Umgang mit Rennreifen. In Vergangenheit wurden Rennen der seriennahen Weltmeister häufig gekürzt. Dazu kommt, dass die Rennstrecke im Dezember komplett neu asphaltiert wurde.

«Wir bringen die Reifen schlicht und einfach nicht über die Renndistanz. Das geht nicht nur uns so, sondern auch den Mitbewerbern», erklärte der BMW-Manager. «Es wird in den nächsten beiden Tagen Gespräche mit Pirelli geben. Ich gehe nicht von der vollen Renndistanz aus, möglicherweise gibt es sogar ein Flag-to-Flag-Rennen. Da noch offen ist, was entschieden wird, kann man noch keine Vorhersage treffen. Denn entweder wird es ein sehr strategisches, reifenschonendes Rennen oder es werden zwei aufeinanderfolgende Sprintrennen.»

Am Ende sind die Umstände jedoch für alle Hersteller, Teams und Piloten dieselben. Chancen auf Top-Resultate sind bei BMW definitiv vorhanden!

«Insgesamt ist es erfreulich, dass es der dritte Test in Folge ist, bei dem wir ganz vorn dabei sind. Unser Paket funktioniert, und ich erwarte starke Ergebnisse, ohne eine genaue Prognose abzugeben», schmunzelte Bongers.

Kombinierte Zeiten Superbike-WM-Test Phillip Island, 20. Februar
Pos Fahrer Motorrad Zeit Diff
1. Toprak Razgatlioglu (TR) BMW 1:28,511 min
2. Nicolo Bulega (I) Ducati 1:28,585 + 0,074 sec
3. Andrea Locatelli (I) Yamaha 1:28,835 + 0,324
4. Andrea Iannone (I) Ducati 1:29,001 + 0,490
5. Alex Lowes (GB) Kawasaki 1:29,211 + 0,700
6. Michael Rinaldi (I) Ducati 1:29,213 + 0,702
7. Alvaro Bautista (E) Ducati 1:29,278 + 0,767
8. Scott Redding (GB) BMW 1:29,370 + 0,859
9. Remy Gardner (AUS) Yamaha 1:29,399 + 0,888
10. Axel Bassani (I) Kawasaki 1:29,406 + 0,895
11. Sam Lowes (GB) Ducati 1:29,432 + 0,921
12. Danilo Petrucci (I) Ducati 1:29,468 + 0,957
13. Dominique Aegerter (CH) Yamaha 1:29,648 + 1,137
14. Michael vd Mark (NL) BMW 1:29,716 + 1,205
15. Jonathan Rea (GB) Yamaha 1:29,966 + 1,455
16. Xavi Vierge (E) Honda 1:29,977 + 1,466
17. Philipp Öttl (D) Yamaha 1:29,986 + 1,475
18. Garrett Gerloff (USA) BMW 1:30,381 + 1,870
19. Iker Lecuona (E) Honda 1:30,468 + 1,957
20. Bradley Ray (GB) Yamaha 1:30,559 + 2,048
21. Tito Rabat (E) Kawasaki 1:31,029 + 2,518
22. Tarran Mackenzie (GB) Honda 1:31,580 + 3,069
23. Adam Norrodin (MAL) Honda 1:32,088 + 3,577

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