Alex Lowes (1.) fühlt sich um Podestchance betrogen
Nach der Bestzeit am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2024 auf Phillip Island spricht Alex Lowes (Kawasaki) offen aus, was er von der Entscheidung hält, in den Hauptrennen einen Reifenwechsel durchführen zu müssen.
Mit dem ersten und zweiten freien Training auf Phillip Island hat die Superbike-WM 2024 offiziell begonnen. Und mit der schnellsten Zeit durch Alex Lowes endete der Freitag überraschend, denn so richtig hatte man den Kawasaki-Piloten nicht auf der Liste stehen. Beim Test am Dienstag hatte der Engländer 0,7 sec Rückstand auf Toprak Razgatlioglu (BMW), der in 1:28,511 min so schnell wie kein Superbike-Pilot vor ihm auf der malerischen australischen Rennstrecke war.
Weil Rekorde aber nur an einem Rennwochenende aufgestellt werden können, ist Lowes in 1:29,042 min der vorläufige Rekordhalter. Seitens der Hersteller dominierte Ducati mit fünf Motorrädern in den Top-8.
"Schon beim Test waren alle Ducati-Piloten schnell, sogar alle Rookies. Es ist offensichtlich, dass dieses Bike hier Vorteile hat – aber Kawasaki hat auf Phillip Island in Vergangenheit ebenfalls gute Ergebnisse einfahren können", sagte Lowes im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Durch den guten Grip ist die Strecke in diesem Jahr anders als sonst, was uns etwas entgegenkommt. Beim Test haben wir gut gearbeitet und es tut gut zu sehen, dass sich das bezahlt macht."
Lowes ist auch
"Ich hatte keine Probleme mit den Reifen", betonte der Familienvater sichtlich verärgert. "Pirelli sagte mir, dass meine Reifen beim Test am Dienstag am besten aussahen. Das erinnerte mich an 2020, als ich beim Test nicht sonderlich schnell schien, aber dann den Sieg im ersten Rennen nur knapp verpasst habe und den zweiten Lauf gewinnen konnte. Mit meinem Fahrstil komme ich hier über die Distanz und wenn wir keinen Boxenstopp machen müssten, könnte ich ums Podium kämpfen. Die Entscheidung ärgert mich, aber es ist für die Sicherheit und ich kann nichts daran ändern. Auf die kurze Distanz sind praktisch alle schnell, sicher 15 Jungs. Jeder mit einer guten Startposition und einem guten Start hat Siegchancen."
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