Nach Donington glaubt auch BMW an den Superbike-Titel
Mit Toprak Razgatlioglu brachte sich BMW in der Superbike-WM endgültig in die Erfolgsspur. Das solide Wochenende von Scott Redding in Donington bestätigte, dass auch andere Piloten mit der M1000RR schnell sein können.
Seit der werksseitigen Rückkehr in die Superbike-WM 2019 hat es bei BMW nie am Einsatz gemangelt. Neue Modelle der M1000RR, siegerprobte Fahrer sowie ein zweites und identisch ausgerüstetes Team reichten aber nicht aus, um den Anschluss an Ducati und Yamaha zu schaffen.
Mit der Verpflichtung von Toprak Razgatlioglu hat sich das kolossal geändert. Der talentierte Türke gewann neun von 15 Rennen und führt die Gesamtwertung mit 41 Punkten Vorsprung souverän an. Offenbar sorgte der Input des 28-Jährigen und seines von Yamaha mitgebrachten Cheftechnikers Phil Marron für einen Schub beim bayerischen Hersteller.
Am vergangenen Wochenende lieferte Razgatlioglu in Donington Park ein Meisterstück ab: Pole-Position in Rekordzeit, drei Siege mit der jeweils schnellsten Rennrunde und Rundenrekord. Besser geht es nicht. "Es war ein geniales Wochenende. Das zweite Triple in Folge, mit Poleposition und Rundenrekorden, das ist einfach fantastisch. Mir fehlen noch ein bisschen die Worte", stammelte Sportdirektor Marc Bongers.
Erfreulicherweise hatte bei seinem Heimrennen auch Scott Redding einen guten Speed, sogar ein Podium mit zwei BMW-Piloten schien nach Startplatz 3 in der Superpole durch den Engländer möglich zu sein. Nach einem technisch bedingten Ausfall im ersten Rennen erreichte der Vizeweltmeister von 2020 vierte Plätze im Superpole-Race und im zweiten Lauf.
"Es war auch schön zu sehen, dass Scott auch dabei war und damit nicht nur eine BMW M1000RR ganz vorn mitfahren kann. Das zeigt, dass auch das Paket gut ist", freute sich Bongers. "Insgesamt ist es wunderbar, wieder mit einem Koffer voller Pokale nach Hause zu reisen. Ich hatte schon vor dem Wochenende zu den Jungs im Büro gesagt, sie sollen in unserem Schrank sicherheitshalber noch etwas Platz machen, weil ich glaube, dass da noch ein paar Pokale dazu kommen. Dass es so viele sind, ist traumhaft. Das hätten wir uns am Anfang der Saison nicht vorstellen können."
Angesichts der komfortablen WM-Führung und der sich in Most nähernden Saisonhalbzeit rückt bei BMW allmählich der mögliche Titelgewinn in den Fokus. "Mit über 40 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft abzureisen, verschiebt die Zielsetzung natürlich. Diese ist nun ganz klar die Weltmeisterschaft", betonte der Niederländer. "Wir müssen jetzt einfach fokussiert bleiben, alles stabil halten und schauen, dass wir keine Fehler machen. Doch ich bin guter Dinge, so kann es weitergehen, ich freue mich schon auf Most. Unser Paket funktioniert mittlerweile auf jeder Strecke, da müssen wir nicht viel neu einstellen."
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